Auf diese Weise sind wir noch nie gereist. In einem Einladungsschreiben des Öamtc wurde uns eine Antalya, Konya & Kappadokien -Tour für wenig Geld angepriesen. Und wir kauften ein! Nach 1985 mit eigenem Wagen und ein paar Jahre danach, um von Alanya mittels Fähre nach Nordzypern zu gelangen, war es mein 3. Mal in der Türkei. Normalerweise hüte ich mich davor, mit irgendwelchen Leuten auf engsten Raum (Autobus & rustikale Quartiere) zu verweilen. Aber wie sich herausstellte waren „irgendwelche“ gar nicht mal so fad, aufdringlich, oder uninteressant. Wir gerieten an eine sehr heterogene und vielseitige Gruppe, mit der man auch schön unartig sein konnte. Dem empfohlenen oder aufgedrängten Programm unseres redegewandten Reiseführers, wie Besuche von Teppich- & Schmuckmanufakturen oder Einkehrschwünge in fade u. sterile Restaurants, entzogen sich anfangs nur Waltraud und ich. Die gemeinsam mit ihrer Mutter teilnehmende Schauspielerin und Grün-Politikerin Mercedes Echerer gewannen wir relativ rasch für unsere „Ausritte“ in Musik- u. Tanz-Spelunken der Einheimischen. Sie entpuppte sich bald als Rädelsführerin für noch schlüpfrigere Unternehmungen! Für die letzten 3 Tage musste das gesamte ausstehende, offizielle Seriös-Programm, storniert werden, da auch unsere letzten braven „konvertierten“. Waltraud besuchte die tanzenden Derwische in Konya, während ich ein Treffen mit der „Firma Efes“ bevorzugte. Über die märchenhafte Tuffsteinturm- und Feenkamin-Landschaft von Kappadokien flogen wir per Ballon. Unglaublich und unglaublich schön! Die meisten „irgendwelchen“, inklusive 2 Mädels aus dem deutschen Spreewald, trafen wir einige Jahre danach noch regelmäßig in Wien. Meine erste Bekanntschaft mit diesem Land Mitte der 80er-Jahre hab ich schon einigermaßen erwähnt in diesem Buch, das keines ist. Um 90 rum fuhr ich mit Freund Günzül runter, um per Fähre nach Nordzypern zu gelangen, wo wir in der Hafenstadt Girne, die mittels Bibel als Kyrenie Bekanntheit erlangte, eine angenehme und spannende Bleibe für Erkundigungen der Umgebung fanden. Ein gewisser Simon, der Jesus einst das Kreuz tragen half, stammte nämlich von dort. Letztmalig, als ich mit Kathi bei Fethiye urlaubte, den lykischen Weg mit ihr ging und nochmal Pamukkale besuchte, gabs wahrscheinlich schon Erdogan, nur hat sich das noch nicht zu uns durchgesprochen und wir konnten’s wirklich genießen. Aber eigentlich wär’s jetzt bald wieder mal Zeit für einen „Mulatschak“ mit unserer lustigen Kappa-Gruppe, wuascht wo, nur in einer gekannterweise erdoganen Diktatei halt nicht…





























































