2011 war ich emotional noch voll und ganz in und mit Kuba verstrickt, wollte vorerst aber meinen Fernwärme-Job, wie auch die Live-Gigs mit meinen Bands, so gut es ging, nicht gefährden. So hatte es auch mit Musik zu tun, als mich mein langjähriger Freund und Trommler Wickerl „Lumpazi“ P anrief und fragte, ob ich für eine Woche, statt seiner Andrea, die da nicht frei bekam, nach Kreta mitfahren könnte. Und das möglichst mit einem Instrument, da dort als Matala-Street-Band jede Menge aufgespielt werden sollte. Meine Firma war Spontanitäten und „Extrawürste“ meinerseits schon ein wenig gewohnt, daher war der Sanktus hierfür nur mehr Formsache. In unserer griechischen Residenz konnte ich die gute Andrea nicht wirklich ersetzen und bezüglich der Platzansprüche im Ehebett und der jeweiligen Sauerstoffbedürfnisse sollten Wickie und ich wahrscheinlich getrennt voneinander befragt werden, aber darum geht’s natürlich nicht. Schon am Flughafen war’s, als ich geflasht wurde! Okay, ein Blitz war’s nicht und erblindet bin ich auch nicht, aber vielleicht war’s ein bissl das Gegenteil und mit Licht hatte es, wie sich noch herausstellen sollte, sehr wohl zu tun. Wir trafen eine uns von anderen Gegenden schon einigermaßen bekannte, vertraute u. äußerst innovativ unter anderem mit Pigmenten malende Künstlerin, die da von jemandem begleitet wurde. Und meine Augen kündigten ad hoc ihre neutrale, objektive und umsichtige Aufgabe. Wie Magnete klebten sie an dieser Reh-gleich scheuen, stillen, wie schüchternen und aufrecht schönen rotblonden Begleitung. Sie war die Schwester! Und ehe ich meine Sinne halbwegs wieder ordnen konnte, aber ihre Handynummer schon „erzwungen“ hatte, äußerte ich (angeblich!) Richtung Wickerl „heast, i glaub, däs wird a leiwaunde Wochn!“. Beide waren natürlich aus anderen Gründen in Kreta, wir konnten uns dennoch mehrfach wiederfinden. Katharina, wie das Objekt meiner Begierde hieß, war nur deshalb so unschuldig scheu, da sie gerade eine Trennung hinter sich hatte, was sich aber spätestens zurück im Ösiland noch einigermaßen ändern sollte. Sie führte erfolgreich ein Designerleuchten-Geschäft und war eine der aktivsten, redegewandtesten und umtriebigsten Menschen, die ich je kennengelernt hatte. Als 70er Baujahr wurde sie in den Woodstock-Tagen gezeugt, aber nicht bei einer Milchfarm in Bethel bei New York, sondern in Klausen-Leopoldsdorf im Wienerwald. Willi Resetarits‘ spätere Frau Roswitha und ihre Busenfreundin Martina nahmen uns in ihrem Mietwagen von Heraklion in den Süden mit. Die Joni Mitchell -Pilgerstätte Matala hatte nun schon zum 3. Mal meine Aufdringlichkeiten zu ertragen. Und da befand ich mich in bester Gesellschaft. Mehrere MusikerInnen, die Robby L aus Gomera rekrutierte und einige, die ich noch von Michelstetten kannte und mochte, wie Slavko N, brachten sich an unterschiedlichen Plätzen, die der inzwischen dort lebende Bassist Herwig T reservierte, in Stellung. Ich hatte meine leicht transportable Kinder-Quetsche dabei, die ich ein Jahr davor um 40 Euro bei einem Mistelbacher Flohmarkt erstanden hatte. Damals war ich grad mit meinem Freund „Klaus-Leopold“ per Motorrad, nicht im Wienerwald, sondern am Zwiebelfest in Laa/Thaya, als mich bereits erwähnte Andrea anrief, um mir von günstigen Flohmarkt-Instrumenten zu erzählen. Wir stornierten unsere geplante Weiterreise in die „Tschecherei“ und steuerten mit „0,49 Promille“ nach Mistelbach. Die Ziehhar passte perfekt als Sozia auf die Rückbank meiner Africa-Twin. Aber auch im Griechen-Flieger war sie klein genug, um nicht beanstandet werden zu können. Wir spielten in unterschiedlichen Besetzungen, manchmal mehr, manchmal weniger originell, aber meine Emotionen verharrten da schon fast ausschließlich bei Katharina. Als diese uns dann tatsächlich heimsuchte, ließ ich alles liegen und stehen, nicht nur die Quetschn, sogar mein Mythos-Hülserl, wenn ich mich recht entsinne, um sie zum Tanzen aufzufordern. Das war schön!!! Und ich musste danach auch zu ihr rüber an den Dydiko-Strand bei Lendas in Kretas Südosten.

Wiedermal besorgte ich mir eine Enduro, diesmal eine ältere 350er DR-Susi, um mir über Stock und Stein die Küste entlang den elendslangen asphaltierten Umweg zu sparen. Und Wickie, der mir bei dieser Charade helfen sollte, musste natürlich mit. Susi’s hintere Stoßdämpfer waren leider nicht die frischesten und mein Sozia-lisierter Freund kam sehr bewegungseingeschränkt und erholungsbedürftig dort an. Dennoch unterstützte er mich noch lautstark und wie vereinbart, „Katharina“ zu rufen, was anfangs sehr aussichtslos und unbeantwortet blieb und dann nur deshalb fruchtete, da die Angebetete zwecks Nachschubs gerade am Weg zur an der Straße befindlichen Bar war, ehe ersterer dann für Stunden in der Hängematte am Strand regenerieren musste. Katharina indes schnappte mich, entkleidete mich und verschwand mit mir im libyschen Meer…
Katharina 2011
1) Once i was lost in the space of confusion, so i headed off for peace across atlantic sea. Can´t really say, if i found any solution, but after wedding-plannings, had to stop this comedy.
2) Twice, i came back and i fled into a job, much more than 9:5 & for heart matters was no time. Perfectly i lifted up emtiness to the top, just slowly i grew nearer back to rhythm and to rhyme. (and i call..) K, K, K, where are you? Katharina, K, K, what can i do to find you?
3) Third, there was music, that brought me down to Greece, where i met some of my ol‘ friends to play with ‘em on the street. We sang a lot of songs of justice, love and peace & i still had no idea about the wonder i would meet. (and i call..) Katharina, K, K, when will you be mine? K, K, K, red rose on the vine smell so fine.
Everywhere we travel ‘round, you always sparkle like a knife. I‘m mad about your “snorkling“ sound & not just when we swim or dive. But i do share a solid ground with you, i hope so, as my wife. Together we‘re so deeply bound, ‘cause you’re my fuel, you‘re my life!
4) Finally i turned around, there flashed the brightest light. Though you seemed so shy, you gave me that hottiest touch. And now since many years, that you are on my side, i have to shout out loud, yeah, i love you so much! (and i call..) Katharina, K, K, my desire light! K, K, K, shinin‘ bright! K, K, K, so hold me tight! K, K, K, let‘s dance „This Flight Tonight“! (repeat..)
Und schön war auch ein musikalisches Highlight ohne meines oder Wickerl‘s aktiven Zutuns, als so gegen 2 oder halb-3 in der Nacht Doris W, die langjährige Gesangspartnerin Roland Neuwirths & der Ausseerin Martina H weinselig zu jodeln und zu dudeln begannen. So viel Ganslhaut und wassrige Augen ließen uns wahrlich dahinschmelzen. Mit Katharina schmelze ich jetzt schon 15 Jahre durch die Welt und durchs Leben…













