Schon bevor wir uns kennenlernten, plante Katharina ihre längere Reise (und nicht nur zufällig) in dieses Land des Lächelns. Also musste ich natürlich mit, eh klar! Nur konnte ich nicht so lange wie sie „Selbständige“ Urlaub oder frei bekommen, also begann sie ihre Tour erstmal ohne mich in Laos und im thailändischen Norden. Sie schipperte mehrtägig am Mekong, den wir gemeinsam Jahre später noch von der vietnamesischen Seite befahren sollten, badete, striegelte und ritt Elefanten und diskutierte mit buddhistischen Mönchen.

Ich selbst bin inzwischen über Bangkok in den Süden und verbrachte mal ein paar schlaflose, aber dennoch wunderbare Tage auf der Rasta- und Reggaebetonten und auf der Höhe Malysiens gelegenen Koh Lipe -Insel, bevor ich auf die naturbelassene Nationalpark-Insel Koh Tarutao übersetzte. Am dortigen Strand harrte ich gemeinsam mit meinem neuen Freund Franz auf das Eintreffen Katharinas. Franz war ein kleinerer Hai, der mich bei meinen Badegängen neugierig umkreiste und mir somit das Warten auf meine Liebste erleichterte. Da ich nur ein nicht internetfähiges altes Tasten-Klapphandy dabei hatte, mussten wir uns auf 2 Wochen ältere Vereinbarungen verlassen und mit nur einem knappen Tag Verspätung traf sie schließlich auch ein. Weit mehr Affen als Touristen umgaben uns, einsamst waren die Strände dort, was unserer damals jungen Beziehung keineswegs ungelegen kam. Um dann doch noch unter Leute zu kommen, begab ich mich mit größerem Boot samt 2 Französinnen, 1 Franzosen und 1 „Franke“ auf Schnorcheltour. Absolut nichts sahen wir da unter Wasser, weder Korallen noch Fische, so was ist mir noch nie passiert. Egal, unsere Begleitung war sehr nett und der Küstenabschnitt extrem malerisch. Während inzwischen alle wieder am Boot waren, wollte ich nicht aufgeben und hoffte doch noch auf eine interessante Sichtung. Unvorstellbar! Nein, gesehen hab ich noch immer nichts, aber ich gelangte in eine Strömung, wie in einem reißenden Fluss und trieb in kurzer Zeit gute 200m vom Boot und seiner Besatzung ab, von der ich nur hoffte, dies irgendwie mitbekommen zu haben, da all meine körperlichen, wie akustischen Artikulierungsversuche wirkungslos blieben. Irgendwann kämpfte ich nicht mehr dagegen an, völlig erschöpft konnte ich dies auch nicht mehr und so ließ ich mich nur mehr treiben, in der Hoffnung, irgendwo anlanden zu können. Und das tat ich dann auch, an einem regelrechten Traumstrand. Offenbar geriet auch das Boot in diese Strömung und Kathi konnte bald aufatmen und mich dort in der Sonne liegend wieder einsammeln.


Auf Koh Muk machten wir Kajaktouren in abenteuerliche Lagunen und Grotten vorbei an untereinander angeketteten ChinesInnen in überdimensionierten knallroten Schwimmwesten. Am Seeweg nach Krabi konnten wir vor Koh Hai endlich eine wirklich tolle und bunte Unterwasserwelt vorfinden, in und um Krabi wie auch auf Koh Hong umgab uns die atemberaubende und bizarre Felsenlandschaft und auf Koh Phayam durften wir endlich urlauben und uns unter traditionsbewussten Einheimischen bei Cashewnuss-Festen und ähnlichem endlich entspannen.


Zwischendurch fuhr Kathi zwecks Visa-run nach Mianmar, dem ehemaligen Burma, um ihren Thailandaufenthalt auf über 1 Monat verlängern zu können und sie fand’s eigentlich sehr leiwand dort. Relativ bald sollte sich die politische Lage und die Stimmung dort dramatisch verschlechtern, sodass wir von späterer Reise dorthin bislang absahen. Wir genossen noch Tage voller feinster Kulinarik im fast ländlichen und gemütlichen Bangkok, ehe wir uns recht gut aufgeladen wieder in den heimischen Winter begaben…












