43) Nicaragua, Pazifik bis Karibik

Langsam macht sich so was wie Schreibfeule bei mir breit und wieder mal frag ich mich, wozu denn eigentlich das alles. Einerseits „intressierts jo eh kan!“, andererseits ist’s die Schnelllebigkeit der aktuellen Zeit, dass gestern relevantes heute schon überholt oder passe sein kann und heute noch Unvorstellbares morgen real ist, was mich grad wieder zaudern oder resignieren lässt. Ich will über unsere wunderschöne und spannende Nicaragua-Tour schreiben und mir fällt als erstes ein, dass der einst auch von mir gut geheißene, verteidigte und zum Teil auch unterstützte Sandinist Daniel Ortega inzwischen zum unerträglichen Despoten mutiert ist. Klar, wenn so etwas Vertreter der USA, die mit „ihren“ Contras damals schon, um 80 rum, das Land zu destabilisieren und zerstören versuchten, von sich geben, don’t give a damn, ist’s Bullshit nur. Aber jetzt kommt das aus der eigenen Bevölkerung und man erkennt keinen großen Unterschied mehr zu Maduro und seinem Umgang mit Venezuela. Dies allerdings, hat sich vor Kurzem erst anders erledigt, ob wirklich zum besseren, lässt sich bezweifeln. Hoffen wir besseres für das künftige Nicaragua!

Wir wollten wieder mal Karibik ohne Touristentamtam, fanden unser Glück dort genauso wie an der gegenüberlegenden raueren Westküste, am Pazifik, wo wir mit schlanken Motorrädern durch entlegene Fauna und Flora gurken und ein cooles Strandhaus nicht weit von einem gemütlichen Wirten bewohnen konnten. Im karibischen Osten belagerten wir hauptsächlich per Fahrrad die traumhaft schönen Corn-Inseln. Die Ankunft dort war leider überhaupt nicht lustig, nachdem die Fähre, die wir verpassten (schon wieder deja-vu!), unwetterbedingt gesunken ist. Das Wetter wurde besser, aber die Todesopfer überschatteten die Stimmung vielerorts dort, die tolle Unterwasserwelt wusste allerdings nichts davon. Im Landesinneren bestiegen wir Vulkane, auch einen grunzenden aktiven, bepaddelten einen riesigen Kratersee und nisteten uns in der einen oder der anderen farbenprächtigen Kolonialstadt ein…

Aber: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Damit freund ich mich zusehends an, wie es aussieht. Uije, da kommen viele Bilder, offensichtlich bleib ich doch ein Schwafler!