56)  „With God On Our Side“? …Religion

„Through many dark hour i’ve been thinkin‘ about this, that Jesus Christ was betrayed by a kiss. But I can’t think for you, you‘ll have to decide, whether Judas Iscariot had Got on his side!“

Ende der 6ten Klasse im Gym, ungefähr in der der Zeit, in der ich vom Internat flog, oder geflogen wurde, hatte ich es auch zu einer „Gefährdung“ in Religion gebracht. Der Betragens-3er matchte sich da gesondert schon länger mit dem 4er, also wusste ich nicht so genau, oder sagen wir, weiß ich’s jetzt nicht mehr, wie ich ausgerechnet in diesem Fach zu diesen Ehren kam. Kann mich nur erinnern, dass der Religionsprof. irgendwann meinen Eltern nahelegte, ihren Jüngsten, weil er „z’deppat und z’fäu“ dafür war, von der Schule zu nehmen. Somit sollte ich mich jetzt gar nicht über dieses Thema wichtigmachen, aber ob ich will oder nicht, man kommt im Jahr 2025, gerade wenn man an Zuständen heutiger Schulen vorwiegend in Wien denkt, sehr schwer daran vorbei. Neben unseren vielen Halb-, Viertel-, Möchtegern- und Verleugner-Nazis sind’s vor allem Eiferer und Fanatiker aus muslimischen Milieus, die ein produktives und friedfertiges Zusammenleben hierzulande (zer)stören. Beide Gruppen bedingen sich nicht nur, sie arbeiten gewissermaßen zusammen und profitieren enorm von der selbst erzeugten Spaltung der Gesellschaft. Schon klar, dies gehörte in die Politik, obwohl Religion dort nichts verloren haben sollte, wie auch Politik in der Religion nicht. Beides sollte keineswegs zusammenspielen und sich nicht einmal ansatzweise berühren. Tut es aber! Wenn es auch nicht leichtfiel, aber wir, also einige von uns, haben schon in den 80ern „unser“ Christentum samt den mittelalterlichen Kreuzzügen hinterfragt und versucht aufzuarbeiten. Wenn da auch noch einiges zu tun wäre, die Politik konnte man schon einigermaßen davon befreien. Dass neuerdings anfangs erwähnte in Form einer FPÖ versuchen, Religion, mit der sie grundsätzlich nichts am unheiligen Hut haben, vor ihre destruktive Politik zu spannen, passt natürlich perfekt in deren Bigotterie. Hatten doch Ihre Gesinnungsgenossen vor 80 Jahren auch unzählige von Christen ermordet! Weder diesen, noch den sogenannten islamistischen Hasspredigern, die ja ähnlichen Irrsinn von sich geben, sollte eine Bühne geboten werden. Auch Muslimen sollte es zumutbar sein, ihre ca. 600 Jahre jüngere (als „unsere“) und sich offenbar in ihrem Kreuzzugsmodus befindliche Religion zu hinterfragen oder hintanzustellen. Vielleicht ist‘s ein Segen, dass die meisten den Koran nie wirklich gelesen haben, von wegen wie mit Ungläubigen zu verfahren sei & unzähliger anderer Grauslichkeiten!? Und die zweifelhafte Rolle des Mohammed? Salman Rushdie‘s „Satanischen Verse“ hab ich nicht gelesen, sollte ich wohl! Die Radikalen unter ihnen müssen sich die Frage gefallen lassen, was sie mit ihrer Integrationsunwilligkeit und der einhergehenden Verachtung Europas, in unserem noch(!) freien und demokratischen Land verloren haben. Aus gutem Grund werden sie aus ihren unfreien, undemokratischen, konfliktgeladenen und mitunter auch kriegsführenden Gegenden geflohen sein. Und aus anderem guten Grund auch zu uns, wo aus weiterem guten Grund seit 80 Jahren kein Krieg geführt wurde. Aber sie können doch nicht die für ihre Flucht ursächlichen Un-Gepflogenheiten, wie Nationalstolz, Homophobie, generelles Minderheiten-Bashing, Sittenwache und Frauenverachtung bis hin zu Ehrenmorden, mit in unser Land bringen, um auch hierzulande ähnliche Zustände zu provozieren. Allahu akbar? Bei uns bitte nicht!!

Seit dem furchtbaren, feigen u. mörderischen Anschlag der Hamas füllt der „ewige“ Nahostkonflikt wieder die Medien, von denen es die meisten wieder mal nicht schaffen, ehrliche oder sachliche und aufklärerische Worte zu finden. Meist wird nicht von Hamas-Terroristen und friedfertigen Palästinensern unterschieden, wie erst recht nicht im gegenüberliegenden Fall, wo Juden mit Israel und Israelis mit der aktuellen rechtsradikalen Regierung Netanjahu gleichgesetzt werden. Auch einige Vertreter der israelischen Botschaft und auch der israelitischen Kultusgemeinde in Wien tun dies leider und wagen es nicht, Netanjahu, gegen dessen Regierung sogar hunderttausende im eigenen „Heiligen“ Land auf der Straße sind, zu kritisieren. Für mich präsentiert sich diese mit Gewalt an der Macht verharrende Netanjahu-Bande als ganz besondere Quelle oder als Herd in der heutigen Antisemitismus-Küche, zum Schaden von Palästinensern & Israelis im Nahen Osten, wie auch von Millionen Juden weltweit.

Mein Zugang zum Hinduismus samt seiner vielen oder vielköpfigen Gottheiten hält sich in Grenzen, wo ich doch durch die vielen einschlägigen Briefe meines „indischen“ Bruders einigermaßen überfordert, wenn nicht zu sagen, genervt war. Okay, er hat sich durch unzählige hinduistische Schriften durchgeackert, aber das hat er ja auch mit buddhistischen und jenen der Bibel gemacht, so wie er auch den Koran und man glaubt es kaum, sogar „Mein Kampf“ gelesen hat. Selbst bin ich in entsprechenden asiatischen Ländern eher mit Buddhisten in Kontakt gekommen, die mich sehr wohl inspirieren konnten, mir aber auch meine ureigene Faulheit, meinen Lahmarsch und meine Inkonsequenz vor Augen hielten.

„Unser“ Altes Testament vermittelt, wie ich meine, durchaus ähnlich wie der Koran, Hass und Angst und Unverständnis. Jesus Christus, so wie ich ihn vermute, gefällt mir aber außerordentlich, entstand für mich doch erst durch ihn eine plausiblere Gottesvorstellung. Natürlich meine ich die mutigen und damals völlig ungewöhnlichen Dinge, die er gesagt und auch vorgemacht hat, geprägt von Nächstenliebe, die nicht auf das engste Umfeld oder die eigene Ethnie beschränkt war, überwiegend gewaltfrei, manchmal auch rabiat, wenn man sein Aufräumen mit den Geschäftemachern des Tempels bedenkt. Er hat die selbsternannten Geistlichkeiten, ob ihrer Bigotterien und Lügen entlarvt und für viele hat er wahrscheinlich mehr Fragen als leicht verwertbare Antworten hinterlassen. Dass er „für mich oder uns“ gestorben sein soll, verstehe ich nicht. Das hätte es meinetwegen wohl nicht gebraucht. Die andere Backe hinhalten oder nicht den ersten Stein zu werfen, fällt gerade heute nicht leicht. Vielleicht hilft da der Blick auf spätere Zeit- oder Gesinnungsgenossen wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King und deren Art gewaltfreien Widerstand zu etablieren. Das für viele blasphemische „Imagine“ John Lennons würde ich durchaus als Gotteslob sehen. Die vielgepriesene Wundertätigkeit des „Heiland“ interessiert mich eigentlich nicht. Kranke heilen klingt super, diese Wunder gibt’s gottlob auch heute. Von wegen übers Wasser gehen, er war wohl einer der ganz wenigen, die schwimmen konnten. Ich kenne derartige Gegenden ganz gut und habe immer wieder gesehen, dass selbst Fischer, die in ihren filigranen Schinakeln der heftigen Brandung ausgesetzt waren, aus Gottesfurcht und -ergebenheit nicht schwimmen konnten. Als ich selbst mal schwimmend ein solches Fischerboot „enterte“ und von der Besatzung gefeiert wurde, erwuchs mir dann allerdings doch kein Heiligenschein. Hab erst heute von meiner neuen Zahnärztin unter Schmerzen erfahren, dass kommenden Montag „Maria Empfängnis“ ist und sie fragte sich schmunzelnd, wie sich das bloß ausgehen konnte. Alle Achtung, von 8. bis 25. Dezember sind’s (bei Gott) keine 9 Monate! Naja, würde meinen, wenn’s nicht der Josef war, hatte wohl ein rabiater Römer oder sonst wer als „Engel Des Herrn“ verkleidet seine Hände(?) im Spiel. Und lässt die übliche Darstellung Jesus‘ als langhaariger Blondl da nicht noch mehr Interpretationsspielraum (Schlag nach bei Monty Phyton!)? Oh nein! Peinlich! Erinnere mich gerade an den schon erwähnten Religionsunterricht. Da geht‘s wohl um die Empfängnis Mariens selbst durch ihre Mutter Anna, wenn ich mich nicht noch mal irre! Die beliebteste, quasi Greatest-Hits-Darstellung des „Herrn“ (kann mir bei Gott nicht vorstellen, dass er so bezeichnet sein wollte!) ist neben dem wehrlosen Gekreuzigten, wohl die als niedliches und harmloses Kind in der Krippe. Auch wenn es erwähnter Gandhi mehr als deutlich verinnerlicht haben sollte, dass gerade diese Wehrlosigkeit und Schutzbedürftigkeit die Welt verändern oder retten könnte, kapier ich nicht so ganz, aber ich werde daran arbeiten! Gut, ich hab mir meinen frommen 4er damals gerade noch erstrebert, nicht mehr und nicht weniger, aber Jesus blieb da eher unbeteiligt. Nur, was „seine“ Kirche aus seiner Geschichte machte, lässt doch eher einen fetten, glatzköpfigen reaktionär-populären Schlagersänger als Urheber oder Anlass vermuten. War doch gerade erst, als unsere türkisen „Christdemokraten“ bereits gut integrierte Schüler und Herbergsuchende in unzumutbare Zustände abgeschoben haben, oder etwa nicht? Und Zwerg Kickl will unverblümt (wohin auch immer) den Salzburger Erzbischof Lackner abschieben, der zuvor gewarnt hat, Religion parteipolitisch vereinzunehmen. Die blauen „Dein Wille geschehe!“-Plakate wurden trotzdem affichiert. Mit Erfolg, wie sich noch herausstellte. Wir können wahrlich stolz auf unser Land sein!? Und Putin, Trump, Orban u. Konsorten?? Sie wähnen mit ihren Lügen, Menschenverachtungen und Massenmorden erst recht Gott an ihrer Seite…