16) Betty, eigene Bands & Rock’n Roll

Nach Jahren des Konsumierens und des Veranstaltens von Musik, wuchs die Lust, auch selbst aktiv zu werden. Anfangs nur sehr lose und bei speziellen Anlässen (haha, heute halt ich’s wieder so!) und mit Leuten, mit denen ich ohnehin zu tun hatte, danach vorwiegend mit Musikern aus Tavernenbeständen und Mistelbachern, die ich zum Teil durch meine frühe Hot-Light-Disco-Bekanntschaft Anita R kennenlernte, die selber damals gerade als Percussionistin loslegte. Da gab‘s die Clean-Cut-Kids, die Gipfelschnippers und Abseits, but Who Cares!?

Gütiger Weise ebbte die vor ein paar Jahren aufgekommene Debatte über kulturelle Aneignung wieder etwas ab. In meinem Fall, nachdem ich schon sehr früh mit englischer und amerikanischer Musik sozialisiert war, wäre es vermutlich kulturelle Vereinnahmung gewesen, hätte ich mich an heimischer Blasmusik, dem Austropop, oder dem Wienerlied vergriffen. Gitarre hatte ich als Pflichtfach im Gym gelernt, gelernt aber nur insofern, als dass ich die um 2 Jahre oder Klassen älteren Kollegen, wie den genialen Christian „Jetty“ S, der mit seinen Brüdern damals schon in wilden Bands spielte, gut beim außerschulischen Praktizieren beobachtete und ihn bald auch versuchte zu imitieren. Die klassischen, spanischen Stücke des Unterrichts behandelte ich eher stiefmütterlich und so war’s nicht weiter verwunderlich, dass ich da in der 7ten einen Nachzipf ausfasste. Ausgerechnet der von mir so gefürchtete Mathe-Professor als Beisitzer hatte den prüfenden Gitarre-Prof. vollgesudert, mich durchkommen zu lassen. Ich hatte denen ungefähr 8 Takte vom Blatt vorgespielt, bis ich völlig ahnungsloser bald sehr deutlich davon abwich und mich mehr Jetty’s Ideen bis hin zum schrägen Schlussakkord widmete. Der üblicherweise milde Prüfer schlug grantig die Hände über dem Kopf zusammen, dem strengen Mathematiker gefiels. Genügend! Das spanische, mit Nylonsaiten bespannte Instrument blieb meine Lieblingsbewaffnung für unzählige Lagerfeuer oder romantischem Sonstwas. Ersten wirklichen Krawall produzierten wir am Simonsfelder Anwesen meiner ehemaligen Volksschullehrerin. Ihr „verkommener“ und genialer Sohn, Günther „Nezzi“ N, hatte dort nicht nur den riesigen Flügel der Mutter in seine Obhut gebracht, es gab auch Verstärker, E-Bass und ein halb-zerfleddertes Schlagzeug dort, das der einer Ernstbrunner Künstlerfamilie entstammende Thomas G, artgerecht weitermalträtieren durfte. Gerhard Ko kam mit Westerngitarre und seinem Gesangstalent und für mich lag noch ein ganz gut zum Schlagzeug passender Gibson-Nachbau herum. Nezzi, der nach den Proben, von denen wir nicht wussten, wofür, mir die Ehre erwies, mich in seinem alten zuckerlrosafarbenen offenen Chevy Camaro mitzunehmen, um brave Leute zu schrecken, wanderte irgendwann nach Amerika aus, wo er als Musiker und Produzent sehr wohl Bekanntheit erlangte. Auf der Suche nach interessanter heimischer Rootsmusic, also was nicht Nezzi, sondern die Nazis noch unverbrannt oder versehentlich der Nachwelt überließen, stießen wir hauptsächlich im alpinen Bereich an mitreißende und quetschnlastige Perlen, jedoch mit meist harmlos braven oder Bla-bla-Texten. Im Nordosten des Landes war’s mehr die von Böhmen & Mähren beeinflusste oder stammende Blasmusik, am fündigsten wurden wir noch beim Wienerlied. Aber irgendwie gab’s da ein zu hinterfragendes Vakuum. Als wir Anfang 90 zu mehrt im slowakischen Cicmany zum Sylvestern antraten, mussten wir uns auch musikalisch mit einer örtlichen, wie auch mit einer Gruppe aus Polen, mit Liedern unserer jeweiligen Heimat matchen. Unsere Konkurrenten kannten und konnten allesamt ihre fetzigen Lieder, die sie vielstimmig von sich gaben, während wir, obwohl gottlob mit Profi Gerry S bestückt, lange grübelten, bis wir fragmentweise und gerade noch sowas wie „Muss i denn“ herausbrachten, bis wir schließlich doch noch halbwegs erleichtert mit Danzer und Ambros loslegten. Aber selbst da konnte jeweils nur einer oder ein halber zweiter von uns den Text.

Damals entwickelte sich nicht nur bei mir der Ehrgeiz, spannendere und musikalisch verwertbare Geschichten auszugraben sowie auch „verstaubte“ Instrumente vor dem Vorhang zu holen. Und spätestens, als Paul Simon mit „Graceland“ die Ziehharmonika in südafrikanischen Groove gepackt hat, war ich neugierig auf diese geworden. Nach vielen, aus meiner Sicht, wunderbaren Rehabilitierungen dieses und anderer noch älterer Instrumente, sieht man leider immer mehr, dass sich die reaktionäre Ecke billig, aber bestverdienend, daran bedient. Hab gerade, also im Herbst 2025, vernommen, dass das Akkordeon zum Instrument des Jahres gewählt wurde! Mit den Schnippers hatten wir damals den Ehrgeiz, traditionelle wie auch hiesige Roots in Rock’n Roll bis Reggae zu packen und mit eigenen Texten und Geschichten zu versehen. No Gringos, unsere Wiener Folkrock-Abteilung mit Tom Telepak u. Mozartbandit Wolfgang „Stari“bacher und Mistyboyz mit Jazzgitarrero Chris Jilli u. Marc „The Finger“ Kastner als Mistelbacher All-Star-Variante folgten. Und Honky-Tonk-Monks nannten wir noch eine Coverband für besondere Anlässe. Der „Teufelsgeiger“ Adula Ibn Quadr beehrte uns des Öfteren als Gast und mit ihm wollte ich ab Ende 90 eine handliche Combo haben, die für unterschiedlichste Konzerte, Feste & Festivals, sowohl eigene als auch Musik von weiß Gott wo, spielen kann und gar nicht mal so unpopulär tun wir das gemeinsam mit Stefan Brodsky u. Peter Stix immer noch.

Hecknklescha -Wüd & Schee

Stari, der um die Jahrtausendwende gerade mit seiner Mozartband aktiv und auf Tour war, vermittelte mich den Filz-Brüdern für ein neues Crossover-Projekt. Als ich mit ihnen mal im Wiener Carina aufspielte, bemerkte ich eine dunkle Schönheit im Publikum, die ganz anders und viel geschmeidiger vibrierte als die meisten anderen Anwesenden, die eher den von Candy Dulfer einst beschriebenen und als promillegestählt zackig bespotteten „Wiesen-Shuffle“ zelebrierten. Ich hatte den Eindruck, dass sie innerlich mitsang und fragte sie unverschämt, ob sie das nicht auch äußerlich und auf der Bühne tun wolle. „No, thanks, i’m to shy for this!“ kam retour, aber während der übernächsten funkie Bluesnummer, sprang sie ungefragt auf die Bühne und entriss mir das Micro „Suddenly I turned around and she was standin‘ there“. Ob sie silver bracelets on her wrists und flowers in her hair hatte, weiß ich nicht mehr so genau. Aber eine unglaublich wuchtige Stimme voller heart & soul strahlte da auf uns los und de Leit san aus’zuckt! Mir war schnell klar, dass ich zuvor noch kaum eine tollere Sängerin gehört hatte als sie, geschweige denn, mit einer derartigen Gigantin gespielt zu haben. Besonders angetan war ich von ihrer Lust und Fähigkeit, Lieder „auf der Strecke“ zu verändern, zu erweitern, oder ihnen andere Songs oder Teile davon einzufügen. Hatte ich derartiges ja schon von meinen damaligen favorites Van Morrison und den Neville Brothers begeistert vernommen. Ich hab’s ja nicht so mit Superlativen, mag ich doch die Vielfalt und selbst war ich auch nie irgendwo vorne mit dabei und hab mich auch nie darum bemüht. 3. und 4. Plätze bei Rennen der Schulschikurse blieben die magere Krönung. Oh doch, einmal wurde ich mit bester Zwischenzeit gestoppt, ehe ich beim letzten Slalom-Tor einfädelte! Egal, bei ihr passt’s sowas von, sie war wirklich top of the top! Dem karibischen Antigua entstammend (Großeltern aus Montserrat), lebte sie in London, wo sie mit ihren Geschwistern erst in einer Reggae-Band sang, bis sie sich auch Gospel, Jazz und Rhythm & Blues zuwandte. Als Background-Sängerin war sie bald für internationale Größen und Größinnen wie Gloria Gaynor u. Eric Clapton aktiv, bevor sie aus guten Gründen nach Wien kam und gleiches auch für Mike Otis, Ambros, Ostbahn u. Supermax tat. „Gospel Meets Vienna“ hieß ein frühes eigenes Projekt. Sie selbst heißt Betty Semper und sie wurde bald zur besten R&B- und Soulsängerin Österreichs gekürt. Ich „trommelte“ meinen langjährigen Trommler Wickerl Pazderka samt unseren Bassisten Peter Stix zusammen, wir holten uns noch Ousmane M’Boup mit seiner Djembe sowie den genialen Andi Abraham als Stromruderer und nannten sich gemeinsam mit Betty „The Fonkvibrators“. Ihr Herz war übergroß, ihre Lunge konnte da auf Dauer leider nicht mithalten!

Betty Semper & The Fonkvibrators -Follow The Leader<
-Deeper & Deeper
Fonkie-Groupies 2009

Im Laufe der Jahre änderte oder ergänzte sich die Besetzung, so spielten auch die an uns hinlänglich gewöhnten Winter-Brüder, Ulli & Michi (die Cousins von Johnny & Edgar??), die mir Mathematik-Muffel erstmal einiges an rechnerischer Disziplin in der Musik versuchten beizubringen, Andreas Schacher, Andi Vakony, Fode Si und unser unerschöpflich kreativer und viel zu früh verstorbener Markus Kastner. Gute 20 Jahre spielten wir mit Betty Gigs, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, sie bereicherte uns und unsere von geiler Musik bestimmte Welt ungemein. Mit uns „Vibratoren“ sang sie ihre Lieblings-Soul-Hadern, wie auch mehrere meisterlich von ihr selbstkomponierte Perlen. We are Family! Danke Betty, danke für dich & thank you so much for your love!!! Ihr letztes, äußerst spannendes und viel gerühmtes Projekt heißt übrigens „Viennese Ladies“! Ja, das soll eine Empfehlung sein. So viel sprichwörtliche musikalische Frauenpower (unter Federführung der wunderbaren Claudia K) sollte man gehört und gesehen haben.

Betty mit Ulli im „Winterhalt“

Locations, die von unseren Bands nicht verschont wurden, waren u.a. Kärntnerstraße, Tunnel, Celeste, Tacheles, TüWi, Roter Engel, Carina, Concerto, Kulisse, Loreley-Saal, Amadeus, Zur Eisernen Zeit, Little Stage, Bunte Kuh, Hawedere, 7*-Platz u. Lokal, Schwendermarkt, Yppenplatz, Augarten, Donauinselfest, Waidhofen-Musikfest, Folkfestival Gutenbrunn, Litschau, Waldviertler Forellenhof, Kultur Im Keller Hollabrunn, Loisium Langenlois, Schloss Grafenegg, Schloss Ernstbrunn, Kulturhalle Apethlon, Sommerszenen von Mistelbach, Gänserndorf u. Laa/Thaya, Gaubitsch u. Falkenstein, Winzerfest Poysdorf, Kulturstadl Althöflein, Erdball u. Presshaus Herrnbaumgarten, Dakig, Altes Depot, Harlekin, Shakespeare-Pub Purkersdorf, das „Grad & Schräg“ -Festival im steirischen Straden & die Richardhalle im bayrischen Viechtach. Inzwischen reizt es mich nicht mehr sonderlich auf einer Bühne zu stehen, aber musizieren, am besten sehr lose und ungeprobt, mit neugierigen, mutigen und möglichst junggebliebenen Talenten und „Scheißminixen“, will ich allemal noch…

„People are crazy & times are strange, I’m locked in tight, I’m out of range,
I used to care, but things have changed“
G’miatlicha Bauerntanz & Om Shalom
Betty Semper & The Fonkvibrators -Mustang Sally
-You’ve Got A Friend
Ein paar Songtexte & G'schichtln:


ODE AN FREUD

1) Du frogst mi, wia’s ma geht, obwoih’s di goa net interessiert.
Auf a Auntwort woatst du ned, weu’s di meistns vü zu sehr bressiert.
Host ned amoi no Zeit, waunn wer um Hüfe schreit
und Zeit is Göd, sunst gibt’s nix mehr wos zöht.
Oba i, scheints, hob mi scho draun g’wähnt, daweu brennt ma nur da Huat,
längst scho kreu i auf die Zähnd & i ruaf no „mia geht’s guat!“

2) Du frogst mi bestnfois noch Karriere & ob i aunständig va-intanetzt bin,
Du scheast di um dei Umwöd ned mehr, oba wedast üwan Preis van Benzin.
Oba do schteh i nur au, waaßt eh, i hob in Hauh.
Wos i zan sogn häd, intressiert di sicha ned.
Mei Frau, die is ma beule gaungan, von da Hockn haums mi g’schtanzt,
die Bank hod mi längst in da Zaungan, oba i lausch gaunz aundächtig, waunnst maanst:

„Oida, du brauchst an Psychotherapeitn, dass‘d wieda Lust zan auzahn host.
Und außadem an Job, an g‘scheidn, der dir ka Zeit zan spinnan losst.“
„Oida, du brauchst an Psychoterapeitn, daß‘d wieda Lust zan auzahn host.
Und außadem an Job, an g‘scheidn, der dir ka Zeit zan spinnan losst.“

3) Du hoit‘st mi fia recht kraunk und voi danebn und dass ma’s Lebn obhaundn kumman is.
Aus deina Sicht kaunn i dir nur recht gebn, so suhl di weida in dein siaßn Schiss!
Bin ned mehr dei „g’miatlichs Haus“ u. so setzt du di mir ned aus.
San wo Ungerechtigkeiten eskaliert, maanst recht trockn, dass di däs ned intressiert.
Wogegn’st friaha no gaunz munta demonstriert host, bist heite total z’friedn mit dabei,
woa‘st ana, der ka Aufbegehrn auslosst, bis dass’s di kriagt haum mit da söbn Litanei:

Oida, du brauchst an Psychotherapeitn…


7 HIRTN (oder "Mies Im Paradies")

1) Es woa vor 3 Monat, oda scho vor an Joahr,
vor 10e oda 20 oda 2000 goa.
Do hod ana die Frechheit g´hobt, zu sogn wos a denkt,
die Woaheit ins G‘sicht, hod a neamand wos g‘schenkt.

2) Er woa ned sehr bequem, dafia konsequent,
hod si söwa nie g‘schont, bis zu seinign End.
Denan, die gern aug‘logn werdn, nur Heichelei vaschtengan,
is nix bessas eigföin, ois eam auns Kreiz zu hängan.

Die 7 Hirtn woan zu viert nur und die Schoof g‘hean längst scho g‘schead.
Die Maria woa ka Jungfrau und kan Engl hats ned g‘schtead.
Ihr Bua, der woa ka schleimiges Populistn-Gfries.
A Voik hat echt sei Kreiz damit, 3 Weisn geht‘s nur mies,
…so mies im Paradies.

3) Waunn sa se in Schpiagl schaun und ned so b‘sondas g‘foin,
lossns promt in Schpiagl fia die Zwidawuazn zoin.
So schmeissns eam auf‘d Ead und daunn schpringans aa no drauf,
daunn schneidn sa si ei, knackn die letzte Bottl auf.

4) Mit die Schplitta in da Wundn, pflostans uandli driwa,
impfn si wie narrisch gegn nix aundas ois an Fiewa,
vasichan si gegn ollas mit an Cash, däs ea ned g’head
und schrein bled noch an Führa, waunn da beschtohlane si wehrt.

Die 7 Hirtn woan zu viert nur...

5) Waunn do wieda ana kummt und die heulige Kuah schlocht‘,
daunn wird eam so wia domois frisch da Goaraus g‘mocht.
Däs woa so und däs bleibt so, sogns, du undaunkbores Gfraast,
geh, schleich di üwa‘d Heisa, waunn da wos ned passt.

6) Weu wir ham scho unsan Hödn, Messias und Regentn,
so o‘zwickt, blau und kurz wia da Vaschtaund seina Klientn.
Der schmiad uns siass sein Grind ums Meu und Fremde san die bäsn.
Wir wean eam bis zur Voivablödung aus‘n Handal fressn.

Jo, die Hirtn san beim Wirtn und die Schoof wean nimma g‘schead.
Die Maria bleibt a Jungfrau, weu so hod sa si bewährt.
Ihr Bua, der bleibt a schleimiges Populistn-Gfries.
Und in echtn Jesus loss ma ned vom Kreiz, damit a fia imma schtaad is,
...fia imma schtaad is, mir‘s mies im Paradies, so mies im Paradies.


BAU MA SI AN OFN!

1) Damma wengl Schwammal suachn, waunnst wüst, mit Pfeu & Bogn,
wir kunntn aufn Kuku huachn, ‘leicht hod er wos zan sogn.
Oda san däs goa a glei de Hirschn, die vazweifet reahn?
Wir soitatn uns zuwepirschn, um a bissl bessa z‘hean.

2) Jo, red ma iwa Kreidln, mit die ma schee gustiern,
ned mehr iwa de Beidln, wos ois niedareformiern.
So damma si an Soft ausetzn, an Nussanan vielleicht,
und nimmamehr da Zeit nochhetzn, die sowieso vaschtreicht.

Wir schtraban aum Unwesentlichn, woin ka Woahrheit hean,
perfekt zwoa aun da Oberflächn, fiacht ma si vorm Kern.

3) Foah ruhig in an Kraasvakehr, nur schwindlfrei soist sei,
vielleicht findst nimma ausse mehr und schraufst di sinnlos ei.
Waunn di die Fliehkroft aufn Hoizweg haut, schau dass‘d di ned z‘weit recht hoitst,
weu duat a Politik si schtaut, wos um die Deppn wie da Specht boizt.

So nimm di in 8, wanns geht, vor da neichn Liberalität,
oda scheats di aa scho ned, daunn waunn nebn dir wer vor‘d Hund geht?

Jo wem, sog Baby, bringts denn wos, zu rationalisiern?
Die anan san in Job los, die aundan haum zan knian.
Sie vahatzn d‘Leit wia Schiasspuiva fia a unglaubliche Koin.
Ob Opfer oda Täter, wir vakeapan beide Roin.

4) Jo, sie ködan di mit Zuckaln, so haums di aun da Leine.
Host stott die Zähnd nur Luckaln und du schiabst da‘s picksiaß eine.
Du kaufst an goidnan Kampe, wo‘st do eh scho längst a Plottn host,
gehorsaum wie da Hampe-Mau, den wos da Teife zappen loßt.

5) Di beanschpruchts voi was Trend is heit, morgn scho zöhts an Schmoan,
so huidigst da Vagänglichkeit so wia im Käfig volla Noan.
So schtapf ma in die Köllagossn, treff ma Philosophn
und waunns uns wengl schnoban lossn, bau ma si an Ofn.

S‘is heit ka bissl cool mehr, nochn Sinn van Lebn zu frogn,
san zu sehr damit beschäftigt, unsa Schoin schpaziern zu trogn.

Jo wos, sog Baby, hostn von da wödweidn Vanetzung heit?
Kennst jedn Furz in Bostn & da Furz waaß üba di bescheid.
Wir ballawan von da Freiheit schee und dass ma si‘s mit Cash dakauft,
daun kastln ma si söwa ei, ois wia a Gössn, die im Bluat dasauft.

6) Drum schpia-ma si im freien Foi und setz ma wach im Tiafschnee auf.
Schpua-ma d‘Loipn no amoi, oda pfeif ma übahaupt gaunz drauf.
Schpea-ma wegga Gier & Göd, bevor die Bamma purzln.
Schpoa-ma drauf wos wirklich zöht und pack mas aun die Wurzln.


BIN HEIT SCHO WENG ZUA

1) Mei Madl, ois wos du mir ned sogst, kaunn vawendet wean gegn di.
I frog di, san unsare Illusionen wirklich olle dahi?
Bin scho sehr davon üwazeigt, dass ma ned ollas vasuacht haum.
Und i nimm da ned o, waunst maanst, du passt hoit vü bessa mit eam zaumm.
Und i nimm da ned o, waunst maanst, du passt hoit vü bessa mit eam zaumm.

2) I waaß gaunz genau, daß‘d ned wirklich zu sehr auf eam schtehst.
Doch du betonst, dass a da jedn Wunsch von die Lippn oblest.
Is däs dei Lebnszü, gaunz afoch fia imma vasorgt zu sei?
I glaub da däs ned, drum misch i mi noch wie vor in dei Lebn ei.
I glaub da däs ned, drum misch i mi noch wie vor in dei Lebn ei.

I bin heit scho weng zua und mei Weg is no sehr weit.
Und da Kuckuk gibt ka Ruah, heast ned, wia‘ra schreit?


3) Mir‘s es heit schwer erklärboa, wia uns däs is domois passiert,
dass ma unsa Freindschoft ois Prinzip und volla Stoiz haum ruiniert.
Hob i do mei G‘fühl zu dir vü zu sehr untaschätzt.
So sog i, bitte vazeih ma! I glaub, i hob di valetzt.
Bitte vazeih ma! I glaub, i hob di valetzt.

I bin heit wengl zua und mei Weg is no sehr weit.
Und da Kuckuk gibt ka Ruah, heast ned, wia‘ra schreit?


4) I bin leida ka Prinz und i mechat aa ned dei Beschütza sein.
Doch steh i auf di und i würd hoit mit dir gern mei Lebn teun.
Du sogst, mit mir woa‘s a Stress & dass si kana von uns 2 scho g‘ändat hätt.
Jo, aa mit dir is‘s ned leicht, oba ohne di gehts afoch ned!
Jo, aa mit dir is‘s ned leicht, oba ohne di gehts afoch ned!

I woa scho auf Entziehungskur und mei Weg waa‘ nimma weit.
Und da Kuckuk hot boid gnua, waunn ma kan Deit vazeiht.
Woa scho auf Entziehungskur und warad längst bereit.
Und da Kuckuk hot boid gnua, waunn ma ewig drauf rum reit‘.


DA POSTLA VON SCHLETZ

1) Da Postla von Schletz mocht si söwa sei Hetz
und er hot ned vü Freid mid recht schreibfaule Leit.
Waun der kummt mit da Toschn, tuat a uns üwarroschn.
San'd aa Liabesbriaf drin, hot sei Job goar an Sinn.
Er balawat mit‘d Hund recht gscheat, drum is a no unvasehrt
und‘d Fraualn sowieso, mocht da Postmasta froh.
Jo sie schengn eam ei, auf Vaderb und Gedeih
und eam tuats aa guat schmecka, drum geht a z‘spät wegga.

2) A Glasl z‘vü gsoffn, loßt Stimmung erhoffn,
owa waunn du zu tiaf laungst, du glott ane ofaungst.
In seiniga Fettn, haut a si auf‘d Mopeddn,
kummt heit nimma ham, weu‘ra liegt boid im Grabn.
Mit’n Togespost-Rest mocht a si a klans Fest,
zind‘t goa d‘Mahnungen aun, dass a Kukruz grüün kaunn.
Nebn da Gluat hod a pennt, jo so haums eam darennt,
dekradiat und vasetzt, haums eam ärgstns valetzt.

3) Tuast‘ fest du spendian, wiast kan Freind ned valian.
Kaunnst nimmamehr zoin, daunn loßt ma di foin.
Da schletza Briaftroga hod si neamma draun g‘wehnt,
füht si ois Vasoga, mocht sein Lebn glott a End.
Doch des hob i nur tramt, der hod si längst dawamt
und er jobt jetzt in Wean fia die g‘maschaltn Herrn.
Jo da Postla von Schletz mocht Karriere mid sein‘ G‘schwätz
und er wird no Magista und Frauenminista.


DIE GAUNZE WöD

1) I hoits ned länga aus, waun ma so tuat, ois wa ma blind, schtumm, taub und deppat wia a Schtaa. Wüst vahindan, daß ois brennt, oder dei Herzal no dafriert, bleibst üwa, voi valossn und allaa.

2) Wir haum die Raffgier aun da Mocht, von da Missgunst tolleriert, ois Marionettn, die vom Teife g‘hoidn wern. Obwoi ma drüba motschkan, samma mittndrin, so brauch ma von Gerechtigkeit nix hean.

Wer profitiert, waunn ma wo Wickl installiert? Und wer hod die Rosinen exklusiv?
Und wos haum wir damit zan tuan, san do ned aa unsre Schpuan? Wias scheint, daschtick ma no aum eignan Mief!
Übadenk ma unsa Lebn und dammas zruck auf Start eischtön.
Schneid ma‘d Leine o, aun der ma z‘laung scho hängan dan.
Vielleicht kumma daunn drauf, dass a wos nix kost, kaunn wos zöhn
und dass ma ohne irgndwem weh z‘tuan eh vü glicklicha waan.

3) Gutmensch is a Schimpfwort, wer bremst, der valiert, Egoismus is heit aungsogt, Öbogneinsotz cool. Schreibt heit no wer a Koatn, geschweige denn an Briaf u. waunn dei Mail a bissl länga ausfoit, hoidns di fia schwul.

4) Und wir san ned nur Konsumentn, wir san aa de, wos produziern, vamehrt unta Bedingungen, die neamd mehr leicht aushoit. Nur vagess ma däs so gern, waunn ma im Kaufrauschwauhnsinn san, fair-trade, bio, öko loßt die meistn von uns koit.

Jo ned nur unt im Südn prostituiern si die „Wüdn“, dass so mauncha Westla imma blaada wird. a längst scho aa bei uns herobn, wird gfuachtn, packlt, gmobbt & gschobn. Eiskoit wern d‘Leit ausanaund diwidiert.
Wir schtengan vor da Woi, wo‘s ned drum geht nur umzuschlichtn.
Die Froge warad hoit, ob ma üwalebn woin.
Dafia miaßt ma uns zwoa umdrahn, owa ned moi vü vazichtn.
Entscheidend warad nur, offane Rechnungen zu zoihn.

5) Sovü 1000 Tode, die ma täglich produziern, fia an Übafluss, der kan Deit z‘friedn mocht. Bei uns nennans däs Friedn, fia die meistn is es Kriag, a Raketen- gegn Schtaschleida -Schlocht.

6) Zwidawuazngsichtate, schweindlrosa bloss, san gschtopft ois wia a Ansa, oba trotzdem niemois z‘friedn. Daunn schau die Ollaärmstn, waunn ma’s ned zan o’haun zwingt, sans mit eanan Optimismus ned zu üwabietn.

Schtott dass ma endlich lerna däd, von da lebhoft buntn 3.Wöd, maschiert ma duat min Hoizhaumma ei. Schtott eana Groove min Herz zu schpian, tuat mas mit Hoibmond, Kreiz missioniern, beraubts u. hintalosst nur Schtreidarei.
So geb ma si die Chance, moch ma mid unsra Gier do Schluss
und loss ma die im Regn steh, wos si schnappn ollas Göd.
Weu “freedom” sowos eh no haßt, wia “nothing left to lose”,
Hädn de zwoa Schibbe Heisa, owa wir die gaunze Wöd.


ER‘S A FRAU UND SIE‘S DA MAU

1) Wir lebn in ana aufgschlossanan Zeit,
wir san so fuachtboa fuatgschrittn heit.
Unhamlich haumma uns emanzipiert,
haum uns a glei scho laung fia nix scheniert.

2) Längst scho san aa Fraun beim Mülitär,
vü gleichberechtigta geht’s nimmamehr.
Und wann an dera G‘schicht die Pointe föht,
dann wird hoit mehr die Frau und ned da Kriag in Frage g‘stöd.

So denk a wengl noch und schtöö di ned umständlich au!
Oda glaub‘sd, dass ma mit Zorres an Wickl lösn kau?
Weu er‘s a Frau ..und sie, sie is da Mau.

3) Is’s ned scho pervers ois wia, dass Maunna kriagspün miassn?
Unta wöchn Vorwand lernan si die Fraun jetzt zan daschiaßn?
Schtott dass‘d Maunna endlich pfeifn auf‘n Männlichkeitswahn,
glaubn jetzt maunche Fraun, dass‘s die bessan Maunna san.

4) De Weibaleit wean heitzutog goa Pfoffn.
Ehrlich g‘sogt, i hob damit nix z‘schoffn.
Genauso wia ma eh aa no die männlichn wurscht san,
so laung sa se ned unnädig wo einemischn dan.

So denk a wengl noch und schtöö di ned umständlich au!
Oda glaub‘sd, dass ma min Feia an Woidbrand löschn kau?
Weu er‘s a Frau ..und sie, sie is da Mau.

5) S‘waa jo echt a Riss, wann si a jeda söbst anährt.
Oda werd ma leicht vahungan, weu boid neamd mehr schteht aum Herd?
Hob nur a wengl Aungst, dass ma no gleichgeschlechtlich werdn.
Woin ma ned ausschterbn, so miass ma uns durch Teulung no vamehrn.

6 ) Sie sogn so gscheid, wir soitn uns befrein,
uns gaunz & goa vom oidn G‘schtaunk obseun.
Ja, voi vaküht und ned so b‘sondas niacht,
merkst ned, dass da neiche goa ned so vü bessa riacht.

So denk a wengl noch und schtöö di ned umständlich au!
Oda glaubst, dass ma im Kühschraunk die Eiszeit übawindn kau?
Weu er‘s a Frau ..und sie, sie is da Mau.


EVERYWHERE AT HOME

1) See you through your window, see you through our gloom,
see you through those pictures, that hang into my room.
Look for you in sunshine, look for you in rain,
As well as in sweat, tears & blood after all our pain.
I didn’t understand and I don’ want to recall.
Can you read the meaning of the writing on the wall?

2) Help me out of darkness, help me rather quick.
Help me out of jealousy, that really makin’ me sick.
Put me to psychiatry with every single part,
Put me down to Jericho, or straight down to your heart.
I don’ wanna talk about the rules of seek & hide.
You’re strong enough to stand that world, you don’t need a guide.

Let’s walk around the world or try to find a final dome.
With you irritating girl might be no matter where we roam,
where we roam, we are everywhere at home (yes we are, we are)
everywhere at home…

3) Live with me in distance, live with me so close.
Please don’t live without me, I want you in any dose.
Take me to eternity, take me out of vain.
Please take me back to friendship, or let us start again.
I’m sorry, that I hurt you once, was blinded for so long,
It’s so difficult to handle love, that’s why I sing this song.

Let’s walk around the world or try to find a final dome.
With you, my precious girl might be no matter where we roam,
where we roam, we’re everywhere at home (yes we are, we are)
everywhere at home…


GONE TOO SOON

1) It was just the sense of life, we carefully did matter.
At least for me too strange, while you went further than the moon.
Our roads have separated, though I hoped to come together.
You’ve planned to live forever, but you’ve really gone too soon.

2) We shared so many journeys, but you forced the special kick.
Nothing that could stop ya, well, you conquered every dune.
You even went to pole, but you got hit that lethal sick,
which became my competitor & you’re really gone too soon.

Sometimes and more often I argue with my loved ones,
those brothers, sisters, best friends, who forever have left.
Hardly I can’t stand, that we could’nt even finish
our unique common projects, so I plaintive report theft!

3) And you worked with words and music, that creative all along,
with flabbergasted ideas, always played the hottiest tune.
Was so proud to known ya & I gladly shared your song,
until that final concert, yes, you’re really gone too soon.

Sometimes and more often i argue with my loved ones,
those brothers, sisters, best friends, so early went away.
Hardly I can’t stand, that we could’nt even trash out
those many open questions, so much i prayed for them to stay.

4) Money never mattered, if you had lots of it or none.
You helped me and many others, not to become a loon.
In searching for enlightenment, did you get your healing done?
Maybe, one day i’ll understand why you’re gone too soon.


MEXIKO

1) Seit 5 Tog lieg i auf da Dackn, seit 5 Tog is ma nur zan schpeibn.
I pfeif in‘d Wiesn dünne Lackn & geh schee laungsaum völlig aus‘n Leim.

2) Amöbn und Bakterienschwarm singan Dünnschisssymfonien,
feian Orgien in meine oaman Darm, bis dass i no endgütig ausrinn.

Mexiko – Tequillabraund und Sonnenschtich,
Mexiko – Huastn, Schnupfn, fiachtalich,
Mexiko – Duachfoi, Gössn, Malaria,
Mexiko – und no an Trippa, Jessasmaria.

3) In Hängemattn aum Poimenschtraund, in Kiachn, Klestan volla Dreck,
in Berghittn im Indianalaund tram i von Knedln & von Schpeck.

Mexiko…

Weu‘st um dein‘ Ruf ois Dandy bei an Trip „nur in an Zug“ baungst,
übawind‘st du olle Tropnschpritzn und sogoa dei Flugaungst.
Klimawaundl, Treibhausgas, Ozonloch san da wuascht,
am ollaliabstn löscht hoit min Agavnschnops dein‘ Duascht.
(Un, dos tres & viere)

Mexiko…

4) Na däs kau ned g‘sund sei, na däs..., hot jo scho mei Mama g‘sogt.
Na däs kau ned g‘sund sei, na däs..., hot‘s do scho den Montezuma plogt.

Mexiko…

(nach Lucia Kronsteiner's Brief aus beschriebenem Land)


MOVIN’ INTO THE NIGHT (THE MOON & I)

1) Angels comin’ soon and I am following the moon.
Angels fall from the sky. And we’re watchin’ it, the moon and I.
And we’re watchin’ it, the moon and I.

2) Shepherds are escaping over hill, resigning, while their world is goin’ ill.
All their precious sheep prever to die. And we’re watchin’ it, the moon and I.
And we’re watchin’ it, the moon and I.

You may work like a bitch, maybe righteous or rich,
you’re only in a strange game’s pawn.
You’ve got ensurance and banks, strong armies and tanks
and still you’re afraid and alone.
We all movin’ into the night, hidin’ & seekin’ like insekts at light,
we all movin’ into the night, hidin’ & seekin’ like insekts at light.

3) Demagogues of peace and freedom come and go.
The more they use to talk, the less they know.
People lying to them’ feet so very shy,
exactly like those sheep, who went to die,
exactly like those sheep, who went to die.

You may always ask “what?”, may believe to your god,
it’s a long way to eternity.
You may tend to the sky, so baby, answer me, why
there could be no way from you to me!
We all movin’ into the night, hidin’ & seekin’ like insekts at light,
we all movin’ into the night, hidin’ & seekin’ like insekts at light.

4) Desires, so intensive, fill my dreams, It’s not easy to awake, or so it seems.
You asked me once to legalize our tie. Still believe in it, the moon and I,
still believe in it, the moon and I.


OBNORMAL

1) Sie hoidn di fia an Atheistn,
weu‘st di fia kann Motorsport ned intressierst.
Sie segn in dir an Ignorantn,
weu‘st eana Auffossung von Lebn ned kapierst.
Weu‘s ka Auhnung davon haum, ob du hacklst no,
wissns gaunz genau, dass‘d sozialschmarrotzt.
Und schätzungsweis bist ned amoi a Hetero,
weu‘st woahscheinlich eh scho noch 3 Viatln kotzt.
Sie haum ned den geringstn Tau, wie sehr sie di brauchn,
weu du bist obnormal, total obnormal, so sehr obnormal, voi obnormal.

2) Du nutzt ka Smartphone, schaust ned fern
und du surfst sicha in kan Intanet,
ohne Auto, bist nirgnst Mitglied
und ned amoi im Winta fett.
Du host hoit no dein‘ Grundscheniara,
ned wia stimmenstärkste Voiksvablöda,
Routnschliaßa, Scheidlkniara,
die bei dir aurennan mit ean‘ Köda.
Oba se haum an Botzn Schiss vor dir, wo’s aa no haßt, du bist a Gutmensch
und deswegn obnormal, total obnormal, so sehr obnormal, voi obnormal.

3) Sie san so fuachtboa aunständig,
dan oiweu nach da Meute bön.
Sie betn noch‘n Klaanstformat,
bis daß‘s die Überwappla mächtig wöhn.
Nazis & Narzistn
tauschn Woaheit mit der Lüge aus,
vaschissane Faschistn
kreun erfoigreich boid in jedes Haus.
Nur bei dir, do haums in Aufdrahdn, weu’st as ned moi ignorierst.
Du bist hoit obnormal, total obnormal, so sehr obnormal, voi obnormal.

4) Du bist in eanan Augn voi da Stootsfeind,
nur weu du „willkommen“ g‘hassn host
und hächstwoahscheinlich eh aa no a Auslända,
der sei Votalaund, wauns eng wird, schnö valosst.
Sie neidn da dei Überlebn
und woin di oschiabn goa.
Sie dan pro Wochn mehr obhebn,
ois die Mehrheit dera Wöd im Joah,
fia an unnädign Job, der eh nur Laund & Leit zaschtead.
Jo de san gaunz normal, total normal, voi normal, absolut normal.


S‘LIAD DA WUASCHTIGKEIT

1) Mir‘s ois Ölend dera Wöd so wuascht, Hauptsoch, i bekämpf mein‘ Duascht.
I bin, so sogt ma, gaunz normal, sunst is ma ois egal.
Mir is wuascht, wer uns regiert und waunn a Voik sei Laund valiert.
Daschtickt wo wer am Superfurz, is mir däs völlig schnurz.

2) Waunn da Nochba fest sei Beste haut, daunn wird gaunz afoch wegga g‘schaut.
Waunn an Pfoff sei Ministrant z‘guat g‘foit, lossts mi voikomman koid.
Waunn mei Madl grod ka Lust vaschpiat, von da Hockn gschafft is und vü‘z miad
und i geil wia da Ostahos, kummts trotzdem draun, do hots ka Chance.

3) Umwödsoagn hob i ned, solaung mei Kraxn voigas geht.
Und waunns mi aus da Schreamsn haut, daunn wird hoit im Schpitoi bled gschaut.
Duat maant da Oazt: Oh Schreck, oh Graus, di‘z flickn zoit si nimma aus,
du bist scho koid ois wia da Aal und mir total egal!

4) Owa mir is‘s wuascht, jo mir is‘s wuascht, mir is ollas so sehr wuascht.
Kennt nie a Wegetaria sei, weu mir‘s ois einerlei.
So söbstbewußt ois wia i bin, glaub i, i bin im Himme drin,
doch maant da Teife: Oida heast, waaßt eh scho, dass du mir jetzt g‘heast?!

(frei nach Bob Geldof’s “Great Song Of Indifference“)


SHE DON’ WAIT

1) I’ve got news, I’ve got doubts, I’ve got tears in my eyes,
I’ve reached the point, where I’m just waiting for surprise.
I feel so strange, like “ain’t got nothing left to lose”,
but I’m not sure if that’s freedom, maybe I have got the blues.

2) Though it is not easy, I was surching for the truth,
losing lots of old friends, ‘cause the road to her’s not smooth.
Diggin’ in the dirt, swimmin’ through the mud,
all along there’re hands of lie, tell me how to take ‘em not.

Sometimes I feel that my heart is out of tune,
I can’t help myself for comin’ in too soon.
Often I’m too late and my baby’s at the gate,
both of us are howling to the moon, but she don’ wait,
she don’ wait, she don’ wait, she don’ wait, she don’ wait for me.

3) Now that the time has come, my life is in a change,
I’m hangin’ in the balance and the past asks for revenge.
First since a decade I see the sun without a shade,
Seems to be a little like a simple twist of fate.

4) So let me be your Adam, I will call You Eve,
you took place into my soul, well I hope you’ll never leave.
I prefer fine beer and wine, you your daily tee,
one day we’ll meet together with the man from Galilea.

Sometimes I feel …

5) There’re so many reasons that we differ a lot,
we speak a different language, we are actors in a plot.
We live another life in a world we cannot pay,
But together we could dance along the precious Milky Way.

6) I’ve climbed the highest mountains, I’ve been down so very deep,
but I never met a girl like you, so incredible steep.
You’re the woman of my dreams and you’re not so far away,
So let me hold you in my arms and never go astray.

Sometimes I feel…


TAUNZ MIT MIR

1) Moch ma uns a Hetz heit Nocht, samma ned vaklemmt!
Moch ma‘s bis da Kühschraunk kocht und moch di ned ins Hemd!
Gemma heit a Randl fuat, leit ma olle Glockn!
Owa z‘leg ma ned a jedes Wuat und geh ma ned aum Sockn!

2) Sondan hoit ma do die Staungan heit, hob mi gaunz wüd vafoan,
i siech kann Ausweg weit und breit, bitte hoit mi ned fian Noan!
Oba gib ma wos zan oweschpün, gib‘s ma und i lern wos draus,
werd nie mehr auf a aundre schüün, so gib ma no a letzte Chance.

3) Bau ma uns a Grasal au, sing ma si a Liad,
daunn schau ma, wos däs Grasal kau, ob‘s aa uandli bliad!
So taunz mit mir an Ringlreia, spreng ma jedn Zwaungsraumen,
damit zind ma si a Logafeia, taunz mit mir an Laungsaumen.

Weu du bist fia mi die anzigste von Dianboch bis 7-Hirtn,
g‘suacht host mi im Kirchnchor, owa g‘fundn mehr beim Wirtn.
Du bist fia mi die anzigste und waunn i mi aa fiacht,
solaung’st mi hoibwegs losst, ois wia i bin, werd i fia di niacht.

4) Damma auf a Bergl steign, damma auffekraxln,
da Himme hängt heit volla Geign, damma wengl schnaxln!
Steig mit mir auf‘s Mattahorn, du kennst jo meine Schwächn,
wir kunntatn auf‘s Zaumbleim schpoan, nur steig ma ned auf‘d Zechn!

5) So schick ma doch an Zweiglt pur, auf an Enatschiedrink pfeif i,
schick mi auf Entziehungskur, owa schick mi ned zan Teife,
sondan taunz mit mir an Ringlreia, wos i mog, des neck i,
moch ma die Gewohnheit meia, jo so taunz mit mir an Reggae!

Weu du bist fia mi die anzigste von Dianboch bis 7-Hirtn,
g‘suacht host mi im Kirchnchor, owa g‘fundn mehr beim Wirtn.
Du bist fia mi die anzigste soweit mei Augal siacht,
solaung’st mi hoibwegs losst, ois wia i bin, werd i fia di niacht.

Weu du bist fia mi die anzigste von Dianboch bis 7-Hirtn,
g‘suacht host mi im Kirchnchor, owa g‘fundn mehr beim Wirtn.
Du bist fia mi die anzigste soweit mei Nasal riacht,
weu’st mi eh so losst, ois wia i bin, bist du mei wärmstes Liacht,
bist du mei Liacht.


UIJE, UIJE, UI JESSASNA

1) Du sogst ma so wia ana, der aus da Weidn schaut, du warad‘st gern a Baua, der wos nur sei Laund bebaut. Du schüdast a Idylle, die‘st in da Stodt vamisst. Nur i glaub, die hot bei uns do draußt si aa scho längst vapisst. A Baua nimmt nur sötn mehr a Erdn in sei Haund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije, uije, ui jessasna. Uije, uije, ui jessasna.

2) A Baua sei haßt nimma, gaunz afoch ana sei, a Baua sei haßt heite mit olle aundan geh. Die Radln drahn si schnölla ois wia sa si haum draht und Lecha, die ma aufreißt, wern oft scho nimma g’naht. So maunche oide Tugend is heite scho a Schaund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

3) Die Arnt an jedn Summa mocht neamd mehr recht vü Freid und is jeds Joah imma wieda nur a Wettlauf mit da Zeit. Wos wochst auf seina Erdn is heite kan mehr gnua und kaum amoi so hod a hoit auf’d Nocht heit no sei Ruah. A jeda sogt, wir lebn doch heite nimma hintan Mond und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

4) Aum Feiatog in d’Kirchn gengan oiweu no a poa, oba nimma mehr so vüle ois no wia im letztn Joah. Die wos do heit no betn, schpoan si nur an Therabeitn, oba mit die hochn Würdn tuat ma online liaba schtreitn. Da Herrgod is im Himme und hängt oman aun da Waund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

5) Schau amoi in da Uatschoft, wia de Heisa beinaund san, ned ans is mehr a soichanes, wia’s friaha amoi woan. An Schupfn schtööt ma nimmamehr gaunz afoch in die Erd und jeda hot sei Zimma, däs wos eam allanich g‘heat. Die Mauan woxn längst ned mehr aus Ziagln und aus Saund und nix is mehr ois wia amoi aum Dorf und aufn Laund. Uije..

6) Stott unsra klanan Gossn, die durch‘n Uat hot g‘fiat, is jetzt a Bundesstroßn, die wos weida ausbaut wird. Ma siecht in jeda Eckn, es wird fest reguliert und kana übalegt, ob des wos bringt oda ruiniert. Und waunn si draußt wer segn losst, daunn nur im Sundogsgwaund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

7) Die Kinda wohnan büllig bei die Ötan no im Haus, doch vüle hoidns späda pubatierad nimma aus. Sie ziagn aus eanra Uatschoft noch drinnan in die Stodt und glaubn, sie hädn duatn eh a gaunz a leichtes Brot. Von’d Jungan zu de Oidn do steht riesngroß a Waund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

8) Die Fraun und jungan Madln bei uns schaun neamma aus, ois waan‘s a Bauantochta und aus an Bauanhaus. Jo, sie lochn ois a Junga scho nimma wia a Kind und schtöön si nebn die Mauna in an gaunz an neichn Wind und tscheckn söba voi wo’s launggeht, gaunz außa Raund & Baund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

9) Es woa amoi a Zeit, do hot ma darauf g‘schpoat, gaunz afoch bei an Wossa z‘lebn, solaung ma‘s ned varrohrt. Ob Fluß, ob Furt, ob Fischteich, oda aun an Boch, neamd hot gmoant, dass irgndwaun s‘Wossa laungt fost bis zan Doch. Und trotz da Sorg wie‘s weidageht, saniert ma Waund fia Waund und nix is mehr ois wia amoi im Dorf und aufn Laund. Uije..

10) Jo es woa ned imma rosig und maunches gar a Quoi. Von oide Fölla lern ma nix, des merkt ma bei da Woih.Ois Echte und ois Scheene vatschüs ma mit Applaus und ausg‘rechnt des Ollatiafste grob ma wieda aus. Oba wer z‘vü drüwa nochdenkt, valiert no den Vaschtaund, oba däs is hoit scho laung a so im Dorf und aufn Laund. Uije..

(einst nach einer Idée und Enwürfen von Roman Baumgartner)


WARUM PROBIERST AS NED MIT MIR?

1) Waunn du dein Oidn nur no sötn küsst
und du maanst, eam föht a Gschpia,
waunn du liawa recht vü Schpass haum wüst,
warum kummst du ned zu mir?
Waunn du die längste Zeit mehr tramst ois was du tuast
und dei Oida ned mehr wü ois dass du schpurst,
gaunz egal ob dir heit fad is oda ned,
es kunntat irgndwia sei, dass heit bei mir wos einegeht.

Warum probierst as ned mit mir heite Nocht? I dad ned länga zögan waunn i du wa.
Mei Nochtkastlkerzl hot an gaunz laungan Docht, geh Madl lahn di wengl zuwa!

2) Gestan in da Nocht bin i wieda aufgwocht,
im Zimma nebnaun hod si wer aufgfiat wia a Noa.
Du host ned woin, er hat di gschlogn und daunn host plaazt und er hat glocht.
Genauso wia‘s zuvor scho vüle Nächte woa.
Daunn bist ausse bei da Tia und scho boid in meine Oam g‘hängt,
du kaunst von eam ned weg, host gsogt, er hot da scho so vü gschenkt.
Hobt‘s eich ois a Vasicherung fia a gaunz normales Lebn?
Maanst ned, dass die Premien dafia vü mehr kostn ois wos‘s gebn?

Warum probierst as ned mit mir heite Nocht? I dad ned länga zögan wann i du wa.
Mei Nochtkastlkerzl hot an gaunz laungan Docht, geh Madl lahn di hoit moi zuwa!

3) Na, i wü ned sogn, dass i ois bin, was du brauchst
und aa ned, dass a Lebn mit mir dir 0 Probleme mocht.
Fühst di vielleicht ned aundas, waunnst in meine Poista tauchst,
doch i standad hoit auf di a no aum Morgn noch da Nocht.
Waunn i dir sag, du g‘foist ma, schau, du waaßt, i bin ned blind,
wüll i nur a Chance mit dir und gfrei mi wia a Kind.
Oda bist du so wia vüle, die si ned ausbrechn traun
und mit an Mau, vor dem‘s nur Aungst haum, eana gaunzes Lebn vasaun?

Warum probierst as ned mit mir heite Nocht? I dad ned länga zögan wann i du wa.
Mei Nochtkastlkerzl hot an gaunz laungan Docht, geh Madl lahn di endlich zuwa!

(frei nach “Why Don´t You Try Me“ von Ry Cooder)


WEIHNACHTEN 2023

1) "Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all,
zur Krippe herkommet im Beetlehem-Stall
und seht was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns bracht".

Wiedaamoi warad ma so gebenedeit
und ma tuat auf besinnlich zur Weihnochtszeit.
Nur waunn ma si so umschaut, jo daunn kummt an es Rean
und ma wü von da Heuchelei goa nix mehr hean.

2) Ihr Kinderlein kommet, hoit nur ned zu uns!
Von eich san scho gnua do, von Gois bis Tschagguns.
Jo, wir höffn vor Ort nur und schickn eich wos,
mit dem ihr nix aufaungts & wir wadns los.

Unnädige Wiaschtln & Popo-pulistn
berufn si deppat auf Umfrogelistn,
augspornt von an geistlosn grauslichn Mob,
so schaufens eich und aa uns ollen äs Grob.

3) Ihr Kinderlein kommet, bis wer klopfet an,
daunn schickns eich z’ruck, unsre Ösi-Taliban.
Im Clinch gegn die Freiheit, mit an Putin synchron,
vahatz ma eich eiskoit ois Munition.

So grindige Gfriesa von Christdemokrodn
tuan eanan Jesus vascheabln, varrodn,
waunns schtua nur aufs Oschiabn von Kinda beschtengan,
eam wieda & wieda aun’s Kreiz auffe hängan.

4) Ihr Kinder verkommet, verkommet doch all,
ihr Grippen krepierts nur, däs is uns egal.
Wir teun unsan Woischtaund mit eich sicha ned,
haum boid an Voixkanzla, der wos uns vaschteht.

Oba ois, wos a Herz hot & Hirn hot zu hauf,
hasst eich willkommen und setzt no ans drauf
und wü eich im Tausch gegn a FPÖ-Pack,
weu nur de ogschobn g’hean u. aum bestn „zack zack“.

Ob „kurz“ nur im Naumen, oda von da Figur -Gloria, Gloria,
foahts zum Gönna noch Moskau, daunn haumma a Ruah -Gloria, Gloria.
Duat kennts hossn & liagn u. aa Festungen baun -Gloria, Gloria.
Wos? A Route retour? Na, do steht eicha Zaun! Gloria, Gloria.


WEIVIERTL

1) I foah noch Wüdndirnboch, Wüdndirnboch so hoit offn deine Reahn!
I foah noch Wüdndirnboch, Wüdndirnboch so hoit offn deine Reahn!
Daunn beschteig i deinign Köllaberg mit Sauaschtoff und 6,7 Ochtl Grean‘.

2) In Untaschtinknbrunn, in Untaschtinknbrunn hoit i die Ohrn schteif.
In Untaschtinknbrunn, in Untaschtinknbrunn hoit i die Ohrn schteif.
Weu die Watschn fliagn recht tiaf, waunn i ois Fremda duat an Dirndl nochepfeif.

3) Owa guades oides Mistlboch, mei Mistlboch geh bitscheen pass guad auf!
Du guades oides Mistlboch, oh Mistlboch geh bitscheen pass guad auf!
Dass ned da letzte Greißla zuaschperrt und die Wirtn aa no pfeifn drauf.

Weiviatl, i schteh auf di saumt deine schturn Schädln,
deine Trankla, deine Schwafla und die teuzeitgscheidn Bledln.
Nur mit de kuschl ma ned, de wos van oman eiteut san
und dafia a no fest zoit kriagn, dass‘s die Gegnd vaschandln dan.


4) I geh bis Michlstettn, Michlstettn so loss mi dir zuweschteign!
I geh bis Michlstettn, Michlstettn so laß mi dir zuweschteign!
Waunn da Dylan aufn Mähdrescha und‘d Blosmusik min Ratza Koal geign.

Jo Weiviatl, i schteh auf di saumt deine Alkomatn,
nur schod, dass‘d so vasudlt bist voi mit Christdemokratn,
die wos die Leit bevormundn und mitn Kreiz no penetriern,
owa für den, der do drauf g‘hängt is, si rein goa nix intressiern.

5) So ziag mit mir noch Bau‘gat, weu in good ol‘ Herrinbau‘gat sans varruckt.
So ziag mit mir noch Bau‘gat, weu in good ol‘ Herrinbau‘gat sans varruckt.
Wo ma untairdisch taunzn tuat und si vor kana Obrigkeit ned buckt.
Wo ma untairdisch taunzn tuat und si vor kana Obrigkeit ned buckt.
Wo ma untairdisch taunzn tuat und si vor kana Obrigkeit ned buckt.


WENZASDOAF

1) Drent unt in Wenzasdoaf,
do haums a Luft so wia da Obstla schoaf,
wo die Bam auf grea und g‘sund dan und de Oa van‘d Hea no rund san,
däs is drent unt in Wenzasdoaf.

2) Wo die Händ no uandle zuwegreifn,
muaß a leiwaunds Trepfal reifn.
Do san die Wiatsleid kane Schnorra, vatraun sogoa in Pforra,
wo die Händ no uandle zuwegreifn.

Wenzasdoaf, Wenzasdoaf, do geht die Heh min‘ Anarchist zan Taunz.
Wenzasdoaf, Wenzasdoaf, däs schnoit da Herr Tourist ned gaunz.


3) Wo ma no Schwammal suacht und die Quetschn woglt,
oba schee brav midn Gummi noglt,
haum die Mentscha Draung & Sturm, hoahgenau so wia die Buam,
wo ma no Schwammal suacht und die Quetschn woglt.

4) Wozu Karibik und im Uawoid Indiana sekiern
und aum Wöatasee sei Knedl schlecht investiern?
Za wos in Kenia Braune schaun, in Singapua nix daunehaun,
in Thailaund weans dein Frust ned wegmassiern.

5) Weu nur die Beauty-Queens von Wenzasdoaf
nehman Knofezeechn stott da Soaf.
No so hulageile Schnittn haum ned hoib so schteile Sittn,
ois wia die Beauty-Queens von Wenzasdoaf.

Wenzasdoaf, Wenzasdoaf, vagiß die Puppaln in Ibiza.
Wenzasdoaf, Wenzasdoaf, pfeift die Aumsl und da Stiglitz aa.

6) Waunn die Sunn si schleicht und da Mond aufgeht,
Is’s in Wenzasdoaf no goa ned schpät.
Do knistats, krochts und krammlts, do zwitschats, lochts und rammlts,
waunn die Sunn si schleicht und da Mond aufgeht.

7) Und da Opa is auf‘d Oma schoaf,
hod viagramäßig kan Bedoaf.
Wo die Bam auf grea und gsund dan und die Oa van‘d Hea no rund san,
däs is drent unt in Wenzasdoaf.
Wo die Bam auf grea und gsund dan und die Oa van‘d Hea no rund san,
däs is drent unt in Wenzasdoaf.


WER BIST DU FIA MI?

1) Du bist kumman in mei Lebn ois a Wesn von an gaunz an aundan Stern.
Füh mi so ois däd i in da Südsee untn schwebn und i kennt die Walgesänge hean.
Du bist a unhamlich scheene Frau, owa fost a so unhamlich ois wia schee.
Dei Stimm törnt mi scho von da Weidn au, in deina Nähe kunntat i total zageh.
I hob Aungst in meina Roin, i hob Aungst, dass i di valier.
I hob Aungst mi zu vaknoin, i hob Aungst vor dir.
So sog ma doch bitte, wos da du denkst, wohin und wia tiaf‘st unsan Kutta vasenkst!
Sog ma doch bitte, waunn‘st ma eischenkst, warum‘st mi min teiastn Drangl datränkst!

Kunnts ned sei, daß i di gaunz foisch eischätz,
daß‘d in Wirklichkeit gaunz afoch nur a Zwüling von 2 bist?
Hob mi so sehr hüflos vafaungan in dein Netz,
bleibt ma nur zu hoffn, dass‘d mi ned aa no auffrisst.
Wer bist du, jo wer bist du, wer bist du fia mi? (hey hey hey) und wia dabock i di?
(hey hey hey..)

2) Du woxt zu mir umma wia a roda Feiafisch, so bedrohlich owa wundaboa in an.
Obwoi i gnua vatrog, so saufst mi untan Tisch & krotzt mi viera, um daraus an Joint zu drahn.
Du mochst mi nervös scho waunn i aun di denk u. aun Gründn dafia, do besteht ka Maungl.
I woitat däs vahindan, dass i zu sehr aun dir häng, doch i zappl wia a Kapf aun deina Aungl.
I hob Aungst in meina Roin, i hob Aungst, dass i di valier.
I hob Aungst mi zu vaknoin, i hob Aungst vor dir.
So sog ma doch bitte, wos da du denkst, wohin und wia tiaf‘st unsan Kutta vasenkst!
Sog ma doch bitte, waun‘st ma eischenkst, warum‘st mi min teiastn Drangl datränkst!

Zwischn 1000 Eisberg werd i imma blossa,
woits nie wirklich wissn, wia däs is, waunn ma dafriat.
So hüüf ma hoit a Wengl für den Schprung ins koide Wossa.
Daunn singt da Kapf min Wal mitsaumtn Feiafisch sei Liad.
Wer bist du, jo wer bist du, wer bist du fia mi? (hey hey hey) und wia dabock i di?
(hey hey hey..)