47) Korsika, Sardinien, Elba, Giglio & Pontinische Inseln

Sehr lange schon hab ich ein Faible für Inseln. Für oft nur 2 oder 3 verfügbare Wochen Urlaub eignen sich diese besser, Land und Leute kennenzulernen, als ganze Länder, in denen es oft schwerfällt, eine bewältigbare Auswahl zu treffen. Und die Wahrscheinlichkeit, schnell an Küsten, Strand und Wasser zu gelangen, ist halt an Ei- meist größer als an Festlanden. Obwohl, von zentralen Gebieten der Inseln Borneo oder Neu Guinea z.B. benötigt man weit länger zum Meer als von Wien nach Rijeka, Koper oder Triest, geschweige denn von Graz oder Klagenfurt aus. Also geht’s hier um kleinere, kompakte und nicht allzu kompliziert zu erreichende Exemplare. Und damit ist ja auch Europa ausreichend gesegnet. Die Inselwelt Griechenlands und Kroatiens wurde ja schon ansatzweise erwähnt, wie auch die Kanaren und ähnliches. Mein einziger Segelturn, der diesen Namen auch verdient, war von Puerto Mogan auf Gran Canaria nach San Sebastian auf La Gomera und ich habe diesen als ur-fad in Erinnerung. Endlos lange Tour, ewig kein Land in Sicht, außer ein dunstiges Teneriffa aus sicherer Entfernung, nur 2 x hatte ich gekotzt und nur 1 von uns, ein nicht besonders trinkfester, also untypischer Bayer, ging über Bord. So sehr ich das Wasser liebe, aber nur in diesem, ohne aufregendes Land in Sicht, brauch ich‘s nicht.

Aufregend und wunderschön befand ich nebst den Äolischen und Ägadischen Inseln rund um Sizilien vor allem jene des Tyrrhenischen Meeres, an deren „Gestaden“ fast schon wie bei binnenländischen Hausboottouren mit regelmäßigen Stopp- und Einkehrmöglichkeiten zu schippern, immer große Freude bereitete. Vor allem die stellenweise sogar an Thailand oder die Philippinen erinnernden Pontinischen Inseln, die toskananahen Elba und Giglio, die größeren und vielseitigen, Korsika und Sardinien und die ganz Kleinen im extrem türkisblauen Gewässer genau dazwischen (zw. Bonifacio und dem La Maddalena -Archipel), lassen einem das Wort „paradiesisch“ schon etwas inflationär in den Mund nehmen. Meistens campierten wir im eigenen Kombi oder Minivan zwecks „Morgenschwumm“ knapp am Wasser und natürlich hatten wir für nicht allzu steile Ausflüge die Räder dabei, die nach gröberen „Patschen“ oder anderen Reifenschäden mit etwas weniger Begeisterung auch schon mal zurückgeschoben werden mußten…

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