„The air is getting hotter, there’s a rumbling in the skies. I’ve been wading through the high muddy water, with the heat rising in my eyes. Every day your memory grows dimmer, it doesn’t haunt me like it did before, I’ve been walking through the middle of nowhere, tryin‘ to get to heaven before they close the door. When I was in Missouri, they would not let me be. I had to leave there in a hurry, I only saw what they let me see. You broke a heart that loved you, now you can seal up the book and not write anymore. I’ve been walking that lonesome valley, tryin‘ to get to heaven before they close the door. People on the platforms, waiting for the trains. I can hear their hearts a-beatin‘ like pendulums swinging on chains. When you think that you’ve lost everything, you find out you can always lose a little more. I’m just going down the road feeling bad, tryin‘ to get to heaven before they close the door. I’m going down the river, down to New Orleans. They tell me everything is gonna be all right, but I don’t know what „all right“ even means. I was riding in a buggy with Miss Mary Jane, miss Mary Jane got a house in Baltimore. I been all around the world, boys, now I’m tryin‘ to get to heaven before they close the door. Gotta sleep down in the parlor and relive my dreams. I’ll close my eyes and I wonder, If everything is as hollow as it seems. Some trains don’t pull no gamblers, no midnight ramblers, like they did before. I been to Sugartown, I shook the sugar down, now I’m tryin‘ to get to heaven before they close the door.„
Bin grad wiedermal weg und nichts für ungut, lieber Milan Kundera, wiedermal beeindruckt über die hiesige Leichtigkeit des Seins. Diese wird natürlich getrübt, wenn sich dann doch mal Touristen in die verschrieene und gefürchtete Kapitale dieses afrikanischen Landes wagen. Entweder in gesicherten Landrovers mit uniformierten Piloten, oder in riesigen Bussen, aus denen sie durch die verschlossenen und verschmierten Fenster rausfotografieren oder filmen, oft auch mittels Tablets, wodurch die mittig positionierten Erholungsbedürftigen das sprichwörtliche Nachsehen haben, oder im Gänsemarsch auf stinkenden, lärmenden u. militärbereiften Quads, zügig wie beim Quickie und ohne irgendwo zu halten oder einzukehren, denn wie Kreuzfahridioten, haben sie ja alles nötige bei sich und so gut wie nichts davon vor Ort bezogen. Ich traf solche Spezies in einer entlegenen Strandbar, in der sie samt Bewachung Einzug hielten und erfuhr von der Gefährlichkeit der Stadt, in der ich jetzt bald 2 Wochen schon äußerst angenehm, amüsant, günstigst, friedlichst und reibungslos residiere. Man werde dort mit Sicherheit überfallen und bestohlen, meinten sie einhellig. Mit Sicherheit werdet ihr das in euren sündteuren Resorts, entgegnete ich mit ein paar Vergleichs- u. Rechenbeispielen. Konnte sie nicht wirklich eines anderen oder Besseren überzeugen und wollte das dann auch gar nicht mehr. Vielleicht ist’s sogar gut so, dass derart gestrickte und furchtsame ZeitgenossInnen in ihrem abgeschotteten Spaltbetonbodenbereich bleiben.

Für Freilandhaltung bräuchte es da schon, man entschuldige mich gnädigst (und darf ich endlich Emojeys verwenden?), Eier🤗 …ess ich im Ösiland nur selten, hier „drent unt“ hab ich mich ein wenig an das ortstypische Omelette als Morgenkulinarik gewöhnt und bislang vertrag ich’s auch. So viele Dinge, die ich nicht vertrag in diesen Zeiten, aber afrikanisches Essen gehört mit Sicherheit schon dazu. Allergien entwickelte ich auch abseits von Algerien, wenn Chinesen, Russen, Amis und manch andere Spezies sich für ihr schmutziges Geld nach Belieben alles erdenkliche, inklusive Menschen, erkaufen und einverleiben, was auf erwähntem und schon von den Kolonialmächten ausgelaugten Kontinent nur allzu leicht über die Bühne gehen kann. Und Drohnen! Da entwickle ich massive Unverträglichkeiten, wenn sie dir bis in die hinterste Zahnlücke alles ausleuchten und abfilmen. Hatte einst Nerven und die Geduld meiner Mitreisenden nur zu oft strapaziert, indem ich waghalsig auf alle möglichen Anhöhen kletterte, um ideale Perspektiven für ein gutes Foto zu finden. Heute schickt man dafür emotionslos Drohnen hoch, oder man holt sich’s gleich ungeniert aus’n Internetz. Macht doch keinen Spass, wie ich meine. Und respektloses Verhalten gegenüber Einheimische finden wir alle nicht lustig, oder?

Was mich beim Fernbleiben immer wieder erstaunt, ist bei allem Wert- oder sonstigem Schätzen dieser meist exotischen Gegenden, dass der Blick auf die, na nennen wir’s halt Heimat, zusehends milder, wohlwollender und toleranter wird, je weiter und länger man weg ist. Okay, es hält dann meist nicht so besonders lange an, aber jetzt stell ich mir grad ein oder 3 schöne Achterl Rot in einer lauschigen Kellergasse des Weinviertels, ein Frischgezapftes in einem gemütlichen Wiener Beisl, oder den herben Most einer urigen Hütte unserer Alpen vor und freu mich. Und wie ich mich auf die berühmten Streitgespräche mit meinen Innen und Freunden freu! Wieder mal ordentlich zamm’putzen und zamm’putzt werdn, kanns gar ned erwarten, welch eine Wonne…🌞

Manchmal scheint fern und nah recht eng beisammen zu sein. Nur wenige Jahre nach meiner Tansaniareise durchwanderte ich mit einer lustigen Truppe die alpenvorländischen Ötschergräben und natürlich war eine ausführliche Einkehr beim legendären Ötscherhias miteingeplant. Beim anschließenden Zahlen schnappte ich mir noch eine herumliegende Visitenkarte und traute meinen Augen kaum, schob meine Zweifel zwar erst mal an die final dargereichten Obstler, bis ich den Wirt dann doch noch darauf ansprach. „Oida, bist‘ lustig? Däs is ned da Ötscher auf deine Koatn do, däs is da Kilimanjaro!“ Ich hatte die abgebildet Perspektive mit Schneehauberl, vom Bergsteigerort Moshi aus gesehen, nur zu gut noch in Erinnerung.

Tatsächlich gab‘s da große Ähnlichkeiten, wenn‘s im frühen Frühjahr oder im späten Herbst nur im Gipfelbereich des Ötschers ordentlich Schnee zu sehen gibt. Der kreative Wirt schüttelte sich vor Lachen, meinte ich sei der erste, dem das auffiel, seit er sich zwei, drei Jahre zuvor seine Mogelei ausdachte und spendierte uns dafür noch eine scharfe Runde, ehe wir halbwegs entspannt und gelöst in den äußerst untertemperierten Gebirgsbach der „höchsten Erhebung Afrikas“ sprangen…
„Keep on keepin‘ on …like a bird that flew“

























„So now I’m goin’ back again, I got to get to her somehow, all the people we used to know, they’re an illusion to me now, some are mathematicians, some are carpenters’ wives, don’t know how it all got started, I don’t know what they’re doin’ with their lives. But me, I’m still on the road, headin’ for another joint. We always did feel the same, we just saw it from a different point …of view“
Wir befinden uns jetzt im Sommer von 2026 und blicken auf einen Juni zurück, der uns erstmals über 40 Grad Celsius und fast 400 nachweisliche Hitzetote im Land bescherte. Wie verrückt, nämlich ähnlich wie Unmengen Klopapier am Beginn der Pandemie, wurden Klimaanlagen und Kühlsysteme nachgerüstet, welche Klimawandel und Erderwärmung nur noch mehr befeuern. Wortwörtlich befeuert sind derzeit auch die Wälder Südeuropas wie noch nie zuvor. „Der Planet brennt!“ publizieren viele Medien. Zwischendurch weilte ich per „Moped“ wieder am Meer zu Hause, war tagsüber kaum aus dem Wasser zu bekommen, musizierte abends mit meinen „Marvelous Triangels“, genoss die Kurven der Küstenstraßen wie auch die Fahrt über Julische Alpen und Karawanken Richtung Wien und bemerkte, dass meine Blicke auf’s Cockpit mehr die Verbrauchsanzeige (möglichst geringe Werte), als Tacho und Drehzahlmesser (möglichst hohe Werte) betrafen, unterbrochen nur von einem unglaublichen Hagelerguss samt Rutschpartie am Packsattel, dem ich nur schwer entfliehen konnte. Und wir blicken nach vorne und werden mit der Austrocknung unseres durch Berge und Flüsse begünstigten Landes konfrontiert. Kürzlich „radelten“ wir wiedermal zum Gig der Gomera-Street-Band nach Rossatz mit Blick auf gegenüberliegendes Dürnstein. Der Pegelstand der Donau befindet sich auf historischen Tiefststand, beeinträchtigt dort die erneuerbare Stromerzeugung, den Schiffsverkehr, und merklich alles Leben an den Gestaden. Andere Flüsse wie auch einige Seen trocknen gänzlich aus, aber munter werden weiterhin Pools befüllt, englische Rasen und widernatürliche Gärten bewässert. Und während wir immer besorgter über die künftige Verfügbarkeit von Trinkwasser diskutieren, sollen riesige Rechenzentren mit ungeheuerlichem und mit nichts vergleichbarem Wasserbedarf errichtet werden. Und der Strombedarf hierfür bringt den bedingungslosen Ausbau von Atomkraftwerken ins Spiel, der mangels Kühlwasser ohnehin und zusätzlich mehr als absurd wäre …für ein lückenloses und allumfassendes Funktionieren unserer „hochgejubelten“ künstlichen Intelligenz!
„You play with my world like it’s your little toy!“ Appelliere verzweifelt an eine verbleibende natürliche Intelligenz, um ein allerschlimmstes Szenario zu verhindern. Einige und nicht nur selbsternannte Gelehrte würden es zwar bevorzugen, genau dieses Szenario auf „Teufel komm raus“ zu beschleunigen, um endgültig oder „kurz u. schmerzlos“ den Spuk auf diesem Planeten zu beenden, aber „kurz“ ist relativ und wenn nicht der berühmte Komet noch eingreift oder schlägt, kann von „schmerzlos“ keine Rede sein. Auch wenn wir Allerschlimmstes bestenfalls nur ein wenig verzögern oder abschwächen können, spätestens aber, wenn wir uns unserer Kinder, Enkel und Urenkel bewusst werden, sind doch alle Aus- u. Widerreden, die ein Engagement für eine lebenswerte und halbwegs erträgliche Welt betreffen, mehr als absurd, oder?
Ich lese gerade wieder von einem islamistischen Terroranschlag in Berlin und dem zu erwartenden Zuwachs an Stimmen für die AFD und mir wird neuerlich das gegenseitige Zu- und Zusammenspiel beider Extreme bewusst, wie sehr sich unsere ach so beliebten Rechtsextrem-Parteien mit all ihren jenseitigen ideologischen Vorstellungen und Ansprüchen, wie das vehemente Leugnen der menschengemachten Klimakatastrophe und das von unseren blauschwarzen oder schwarzblauen Landesregierungen damit verbundene Kappen aller bereits eingeleiteter Maßnahmen dagegen, den IS-Wahnsinnigen und anderen Rabiat-Muslimen gleichen und wie sehr beide Seiten unsere freie und (halbwegs) gleichberechtigte Welt hassen und verabscheuen.
Ich lese allerdings auch, dass der „Alte“ mit seinen 85 Jahren nochmal Europa und auch Wien beehrt. Möchte schon anregen, sich diese, vielleicht letzte (aber das dachte ich schon in den 90ern) Chance in der Stadthalle nicht entgehen zu lassen, wie ich auch warnen will, dort hinzugehen, da das vom Kronenschundblatt und seinem „heutigen“ Gratisderivat angekündigte Hitfeuerwerk mit Sicherheit nicht stattfinden wird. Ob „er“ mit uns spricht, wage ich auch zu bezweifeln und ob man viel von ihm sieht unter seiner Kapuze, ebenso. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird aber sehr sehr fein musiziert werden, auch falls man die Lieder nicht kennt oder erkennt… Und die „Neue“? Oft ist es wirklich nicht leicht mit ihr, aber ohne sie ist’s noch viel viel schwerer! Ich denke, leidenschaftlich mit ihr, wo auch immer, mein restliches Leben verbringen zu wollen!
Und dann lese ich noch von der Eröffnungsrede unseres Bundespräsidenten zu den Salzburger Festspielen und seiner Sorge, wie sehr das Thema „Heimat“ zurzeit politisch missbraucht und wie sehr gefährlicher Unsinn damit betrieben wird. Er meinte, dass Heimat zunächst Glück in der Geburtslotterie sei, denn als Europäer hätten wir hier den Jackpot geknackt. Heimat bedeute aber auch Regeln zu befolgen, nach außen dafür einzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Europa werde nämlich gerade schwer getestet und er fügte hinzu, dass die schönste Heimat mit einer Temperatur von mehr als 40 Grad bald unbewohnbar sein würde. Unser Grüner Veltliner wird inzwischen im Waldviertel angebaut und wie ich soeben dem Radio entnommen habe, sogar in Schweden und anderen nördlichen Breiten. Vielleicht können oder müssen wir menschliche Spezies da noch einiges an Beweglichkeit und Flexibilität von unserem geliebten Weißwein lernen, auf Grund des Klimawandels wie auch der unerträglichen Pest der Rechtspopularität wegen …und möglicherweise fühle ja nicht nur ich mich üwaroi daham!?

Und die Hoffnung stirbt zuletzt, oder? In diesem Sinne auf eine BOA VISTA!




Old Shoes & Picture-Postcards (Tom Waits)
„Well I’m singing this song, cause it’s time it was sung, I’ve been putting it off for a while. But it’s harder by now, cause the truth is so clear, that I cry when I’m seeing you smile. So goodbye, so long, the road calls me dear and your tears cannot bind me anymore. Farewell to the girl with the sun in her eyes, can I kiss you, and then I’ll be gone.
Every time that I tried to tell you that we’d lost the magic we had at the start. I would weep my heart when I look in your eyes and I search once again for the spark. So goodbye, so long, the road calls me dear and your tears cannot bind me anymore. Farewell to the girl with the sun in her eyes and I kiss you and then I’ll be gone.
I can see by your eyes, it’s time now to go, so I’ll leave you to cry in the rain. Though I held in my hand, the key to all joy, but my heart was not born to be tamed. So goodbye, so long, the road calls me dear and your tears cannot bind me anymore. Farewell to the girl with the sun in her eyes, can I kiss you, and then I’ll be gone. Can I kiss you, and then I’ll be gone and I kiss you, and then I’ll be gone.“






































































































































































