58) Die Geschichte vom Fischer und dem Geschäftsmann …nach Heinrich Böll

In einem sonnigen Fischerdorf legt ein Fischer mit seinem kleinen Boot am Pier an. Er hat einen großen Thunfisch gefangen. Ein Berater, der gerade Urlaub macht, beobachtet den Fischer bereits seit einigen Tagen. Er gratuliert ihm zum heutigen Fang und fragt: „Wie lange warst Du auf See, um diesen Fisch zu fangen?“ Der Fischer antwortet: „Nur ein paar Stündchen.“ Daraufhin fragt der Berater: „Warum bleibst Du nicht länger auf See, um mehr Fische zu fangen?“

Der Fischer erwidert: „Dieser Fang reicht mir, um meine Familie für ein paar Tage zu versorgen.“Der Berater ist verwundert: „Was tust Du denn mit dem Rest des Tages?“ Der Fischer erklärt: „Ich fahre nach Hause. Nach dem Mittagessen gehe ich mit meiner Frau spazieren und mache eine Siesta. Dann spiele ich mit meinen Kindern. Abends kommen Freunde, wir genießen den Fisch, trinken Wein und philosophieren über Gott und die Welt. Wie Du siehst, habe ich einen gut ausgefüllten Tag.“ Der Berater antwortet: „Ich habe studiert und kann Dir helfen. Wenn Du den ganzen Tag fischen gehst, fängst Du mehr Fische. Dann kannst Du die übrigen Fische verkaufen. Von dem Erlös kannst Du bald ein größeres Boot kaufen. Für dieses Boot heuerst Du zwei, drei Fischer an. Ihr werdet so viel fischen, dass Du schon bald mehrere Boote kaufen und eine eigene Flotte aufbauen kannst. Statt an einen Händler verkaufst Du die Fische direkt an eine Fischfabrik. Bald wirst Du so viel verdienen, dass Du eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen kannst. So sparst Du Geld und kannst die Produktion und den Vertrieb selbst kontrollieren.“ Der Berater wurde ganz euphorisch bei diesen Gedanken. Der Fischer erwidert unbeeindruckt: „Und wie lange wird das dauern?“ „Etwa 15 bis 20 Jahre“, erklärt der Berater. „Und was ist dann?“, fragt der Fischer. „Dann kommt das Allerbeste“, antwortet der Berater: „Wenn die Zeit reif ist, verkaufst Du Dein Unternehmen und kannst aufhören zu arbeiten. Du kannst morgens ausschlafen, zum Spaß noch ein wenig fischen gehen und den restlichen Tag mit Deiner Familie und Deinen Freunden genießen.“ Da meinte der Fischer mit zufriedenem Lächeln nur noch: „Siehst du, genau das tue ich jetzt schon!“

Tourist go home…

Nicht nur Hallstatt, Venedig, Barcelona, Dubrovnik, Mallorca, Bali & Co stöhnen ob der Horden, von denen sie heimgesucht werden. Ich meine z. B. die Spezies, die sich permanent ob ihrer Verarmung beklagt, während sie vollbepackt mit unnötigem Zeug in ihren nagelneuen und sündteuren Premium-Karren dem Supermarkt-Parkplatz entschwindet, bevor sie am abendlichen Stammtisch die „rettenden“ Rechtsrabauken an die Macht fordert. Inzwischen fallen diese, falls sie sich von SUV-Panzer und Haus mit Pool trennen können, wahrlich invasiv (…dass etwas aggressiv in ein bestehendes System eindringt, sich dort ausbreitet und es verändert!) bis in die Privatsphäre der BewohnerInnen ein, die sich aufgrund der damit verbundenen Teuerungen ihre Behausungen dort tatsächlich(!) nicht mehr leisten können. Denn bei weitem nicht alle leben vom Tourismus…

…und Musk auf’n Mars!

In diesen Tagen von 2026 ist’s „end“lich so weit! Letztes Jahr noch 300 bis 400 -facher Milliardär, kann sich der reichste „Mensch“ der Welt Billionär nennen. Jenes Stück Abschaum, das seinen eigenen Spross für tot erklärte, nachdem dieser sich im falschen Körper fühlte und erfolgreich zum anderen Geschlecht mutierte. Der verleugnende Erzeuger und 1000-fache Milliardär, an dem ich weder das eine noch das andere der üblichen oder vorwiegenden Geschlechter, noch eine glaubwürdige Zugehörigkeit zur Gattung Mensch, orten kann, könnte mit nur einem Drittel seines durch Täuschung, Lug & Betrug ergaunerten Vermögens den Hunger und die lebensbedrohliche Armut dieser Welt verhindern. Und was tut „es“? Es sponsert und propagiert die rechtsextremen Parteien Europas, boykottiert rettende Hilfsprojekte gegen den weltweiten Hunger, der von ihm und seinesgleichen mitproduziert wurde, vervielfacht somit Flüchtlingsströme, die wiederum unser (noch) freies Europa belasten. Dass ihm und seinesgleichen unsere Welt den abartigsten amerikanischen Präsidenten zu verdanken hat ist hinlänglich bekannt, wie auch die Tatsache, dass seine prestigeträchtigen Weltraum- und Marsflugprojekte Erderwärmung, Klimawandel, Naturkatastrophen und abermals Nötigungen zur Massenflucht befeuern. Und in unserem Land wird noch immer eine Reichen- und Erbschaftssteuer verhindert, am vehementesten von den Putin-, Trump- und Musk-verherrlichenden und offenbar selber g’stopften FPÖ-Zwergen…

„Oh, the french girl, she’s in paradise and a drunken man is at the wheel, hunger pays a heavy prize to the falling gods of speed and steel. Time is short and the days are sweet and passion rules the arrow that flies. A million faces at my feet, but all i see are dark eyes.“

Widmen möchte ich diese Geschichte der einst in Südfrankreich kennen gelernten Hamburgerin Ute Kledzik! Gespickt ist sie mit Zitaten eines im Kapitel 39 ausführlich erwähnten Literatur-Nobelpreis-Trägers und einigen seiner musizierenden KollegInnen. Ganz vieles Danke an Udo Fahlbusch und Katharina Franke für den „nötigen“ Support will ich hier auch noch anmerken! Und entschuldigen möchte ich mich …bei wahrscheinlich eh allen🥴

Ps, T.C.Boyle, einer meiner aktuellen Lieblingsautoren, wie z.B. der“ Wassermusik“ oder „America“, hat gerade „No Way Home“ veröffentlicht. Werde es mir wohl als Überwinterungslektüre zu Gemüte führen.

Und noch eine kleine Geschichte:

Imagine there’s no heaven, it’s easy if you try. No hell below us, above us only sky. Imagine all the people living for today! Imagine there’s no countries, isn’t hard to do. Nothing to kill or die for and no religion too. Imagine all the people living life in peace! You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one. I hope someday you’ll join us and the world will be as one. Imagine no possessions! I wonder if you can. No need for greed or hunger, a brotherhood of man. Imagine all the people sharing all the world! You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one. I hope someday you’ll join us and the world will live as one. (John Lennon 1971)